Europa

Europäische Regierungschefs nutzen Gruppenchat zum Austausch über Trumps "verrückte" Außenpolitik

Medienberichten zufolge sollen europäische Staats- und Regierungschefs aufgrund der "verrückten" Außenpolitik Trumps einen eigenen Gruppenchat eingerichtet haben. Die Kommunikation ermögliche eine schnellere koordinierte Reaktion auf unerwartete Maßnahmen des US-Präsidenten.
Europäische Regierungschefs nutzen Gruppenchat zum Austausch über Trumps "verrückte" Außenpolitik© Urheberrechtlich geschützt

Westeuropäische Staats- und Regierungschefs sollen sich eigens in einem Gruppenchat austauschen, um mögliche Reaktionen auf die "verrückte" Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump zu koordinieren. Dies berichtete Politico am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Chat mit dem Namen "Washington Group" umfasst Berichten zufolge Staats- und Regierungschefs aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Finnland sowie EU-Vertreter.

Im Laufe des letzten Jahres haben sie es sich zur Gewohnheit gemacht, sich gegenseitig zu benachrichtigen, wenn Trump "etwas Wildes und potenziell Schädliches" tut, so das Medium.

"Wenn sich die Dinge schnell entwickeln, ist es schwierig, sich abzustimmen, und diese Gruppe [der Chat] ist wirklich effektiv", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person gegenüber Politico. "Das sagt viel über die persönlichen Beziehungen und deren Bedeutung aus."

Politico merkte an, dass Trumps jüngste Drohungen, Grönland ‒ ein autonomes dänisches Gebiet ‒ zu annektieren, eine neue Dringlichkeit für die europäischen Staats- und Regierungschefs geschaffen haben, eine Reaktion zu koordinieren.

Vergangene Woche entsandten mehrere europäische Länder – darunter Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen und Großbritannien – jeweils bis zu 15 Soldaten nach Grönland, um an einer von Dänemark geleiteten Militärübung teilzunehmen. Die deutschen Soldaten sind laut Medienberichten bereits zurückgekehrt.

Als Trump neue Zölle für acht europäische NATO-Länder ankündigte, die sich seinen Plänen für Grönland widersetzen, eskalierten die Spannungen weiter. Strafzölle in Höhe von 10 Prozent sollen am 1. Februar in Kraft treten. Im Juni sollen diese auf 25 Prozent steigen und so lange gelten, bis der "vollständige und totale Kauf" Grönlands erreicht ist, so Trump. Die Ankündigung stieß bei europäischen Staats- und Regierungschefs auf scharfe Kritik.

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