Europa

Spionage-Verdacht: Russland weist Mitarbeiter der britischen Botschaft aus

Ein Mitarbeiter der britischen Botschaft in Moskau steht im Verdacht, für die britischen Geheimdienste zu arbeiten. Daher hat das russische Außenministerium beschlossen, dem 45-Jährigen die Akkreditierung zu entziehen. Er soll Russland innerhalb von zwei Wochen verlassen.
Spionage-Verdacht: Russland weist Mitarbeiter der britischen Botschaft ausQuelle: Sputnik © MICHAIL WOSKRESSENSKI

Die russischen Behörden verweisen einen Mitarbeiter der britischen Botschaft in Moskau des Landes. Am 15. Januar hat Russlands Außenministerium die interimistische Geschäftsträgerin des Vereinigten Königreichs, Danae Dholakia, einbestellt. Ihr wurde ein "entschiedener Protest" der russischen Seite übermittelt, nachdem bekannt geworden war, dass einer der Diplomaten in der Tat für den britischen Geheimdienst arbeiten könnte. Im Einklang mit Artikel 9 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen wurde dem Mann die Akkreditierung entzogen. Das Außenministerium teilte darüber hinaus mit:

"Der Diplomat soll Russland innerhalb von zwei Wochen verlassen."

Auf der Plattform X veröffentlichte die diplomatische Behörde ein Video, das die Ankunft von Dholakia im Ministerium zeigte. Am Eingang lauerten der britischen Geschäftsträgerin zahlreiche Journalisten auf.

Kurz zuvor hatte der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) erklärt, einen britischen Geheimdienstler enttarnt zu haben. In einer entsprechenden Pressemitteilung wurde der mutmaßliche Spion am Donnerstag als Gareth Samuel Davies identifiziert. Der 45-Jährige habe in der Botschaft als zweiter Sekretär der Verwaltungsabteilung gearbeitet. Dieses Amt habe ihm aber als Deckung gedient, hieß es. Die Nachrichtenagentur TASS veröffentlichte ein Foto des mutmaßlichen Spions.

Nach TASS-Angaben verbrachte Dholakia ungefähr eine Viertelstunde im russischen Außenministerium. Die britische Geschäftsträgerin gab keinen Kommentar zu ihrem Besuch ab.

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