Europa

Nach Angriffen auf Tankschiffe: Kasachstan fordert sichere Erdöltransporte

Die sich häufenden Attacken auf Tankschiffe im Schwarzen Meer bereiten Kasachstan große Sorgen. Das Kohlenwasserstoffe fördernde zentralasiatische Land ist auf die in Russland befindlichen Infrastrukturen angewiesen, um sein Erdöl auf den internationalen Markt zu bringen.
Nach Angriffen auf Tankschiffe: Kasachstan fordert sichere ErdöltransporteQuelle: TASS © ILJA LASAREW

Kasachstan hat die Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres dazu aufgerufen, die Sicherheit von Erdöltransporten in der Region zu gewährleisten. Am Mittwoch zeigte sich das Außenministerium des zentralasiatischen Landes nach den jüngsten Attacken auf drei Erdöltanker sehr besorgt. In einer entsprechenden Mitteilung hieß es, dass die drei Schiffe, die zum Erdölterminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) in der Nähe der russischen Hafenstadt Noworossijsk unterwegs gewesen seien, am 13. Januar von Drohnen angegriffen worden seien. Zur Herkunft der unbemannten Luftfahrzeuge machte das Ministerium in Astana keine Angaben.

Nach der Attacke führte das kasachische Außenministerium nach eigenen Angaben Dringlichkeitstreffen mit Botschaften einiger europäischer Staaten durch. Zudem wurden die USA und einige andere ausländische Partner kontaktiert. Während der Gespräche machte die frühere Sowjetrepublik auf die Notwendigkeit aufmerksam, im Einklang mit dem Völkerrecht den sicheren Transport von Kohlenwasserstoffen, darunter auf dem Seeweg, wirksam zu gewährleisten. Offenbar mit Blick auf den Krieg zwischen dem benachbarten Russland und der Ukraine erklärte Astana:

"Wir betonen, dass die Republik Kasachstan keine Partei irgendeines bewaffneten Konflikts ist. Vielmehr leistet sie einen bedeutsamen Beitrag zur Stärkung der globalen und europäischen Energiesicherheit und gewährleistet im vollen Einklang mit den geltenden internationalen Normen eine störungsfreie Lieferung von Energieträgern."

Kasachstan betonte, dass die angegriffenen Tankschiffe über alle Genehmigungen verfügt und die erforderlichen Identifizierungsgeräte an Bord gehabt hätten.

"Wir stellen fest, dass die zunehmende Zahl solcher Vorfälle von steigenden Risiken für den Betrieb der internationalen Energie-Infrastruktur zeugt und rufen unsere Partner zu einer engeren Kooperation bei der Erarbeitung von gemeinsamen Maßnahmen auf, um solche Vorfälle in Zukunft auszuschließen."

Zuvor hatten mehrere Medien über Drohnenangriffe auf zwei Erdöltanker im Schwarzen Meer berichtet. Die beiden am 13. Januar attackierten Schiffe trugen keine größeren Schäden davon. Es gab keine Verletzten. Die unter Maltas Flagge fahrende "Matilda" und die unter Liberias Flagge fahrende "Delta Harmony" sollten am CPC-Erdölterminal an der russischen Küste Erdöl aus Kasachstan verladen.

Russlands Verteidigungsministerium machte die Ukraine für den Drohnenangriff verantwortlich. Die Regierung in Kiew äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

Das Kaspische Pipeline-Konsortium unterhält die Verbindung zwischen den Erdölvorkommen im Westen der früheren Sowjetrepublik Kasachstan und dem russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk. Die Leitung ist 1.500 Kilometer lang und kann bis zu 72,5 Millionen Tonnen Erdöl aus Kasachstan pro Jahr befördern.

Mehr zum Thema – Kiewer Regime provoziert Seeblockade der Ukraine

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.