Europa

Tusk verspricht "rasante Eroberung der Ostsee" im neuen Jahr

In seiner Neujahrsansprache an die Nation versprach der polnische Premier Donald Tusk den Aufbau der stärksten Armee Europas. Die Ostsee müsste dabei von Polen schleunigst "erobert" werden. Dabei schlug er wie gewohnt auch russophobe Töne an.
Tusk verspricht "rasante Eroberung der Ostsee" im neuen Jahr© Urheberrechtlich geschützt

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte in seiner Neujahrsansprache, das Jahr 2026 werde für sein Land ein "Jahr der Beschleunigung" werden. Insbesondere versprach Tusk, dass Polen den Aufbau der stärksten Armee Europas beschleunigen werde. Zuvor hatte er erklärt, dass die Zahl der Streitkräfte, einschließlich der Reservisten, von derzeit 200.000 auf 500.000 erhöht werden soll.

"Wir werden große Investitionen in die Infrastruktur beschleunigen. Es wird ein Jahr der raschen Eroberung der Ostsee sein – unserer polnischen Ostsee", fuhr der Ministerpräsident fort. Im Jahr 2024 hatte Tusk vorgeschlagen, aufgrund der "Bedrohung durch Russland" eine Marinepolizei in der Ostsee einzurichten, und im Oktober 2025 erklärte er, dass es in dieser Region "fast täglich" zu Zwischenfällen komme.

Zu diesen Plänen zählte der Premier auch die intensive "Repolonisierung und Wiederaufbau der Industrie", einschließlich der Verteidigungsindustrie. Auch drohte er nicht näher genannten "russischen Militanten". Diese setzte er mit Verbrechern aller Art in Verbindung. Wörtlich sagte er: "Wir werden Kriminellen aller Art den Garaus machen – seien es Hooligan-Könige, Drogenhändler, korrupte Politiker oder russische Militante (rosyjski bojówkarz)." 

Das "Versprechen" des polnischen Premiers reiht sich ein in eine Abfolge von in letzter Zeit getätigten verbalen Drohgebärden gegen die legale militärische und wirtschaftliche Präsenz Russlands in der Ostsee. Im Dezember hatte der ehemalige Kommandeur des Europäischen Korps, General Jarosław Gromadziński, darauf hingewiesen, dass Polen und andere NATO-Staaten im Falle einer Bedrohung durch Russland einen Schlag gegen das Gebiet Kaliningrad ausführen könnten.

Im November sagte der stellvertretende russische Außenminister Alexander Grushko, dass die NATO bei Manövern ein Szenario zur Blockade der russischen Region durchspiele. Zuvor hatte der Duma-Abgeordnete Kolesnik erklärt, dass die Russische Föderation gemäß ihrer Militärdoktrin auf eine Blockade Kaliningrads reagieren werde.

Am 19. Dezember wurde der russische Präsident Wladimir Putin gefragt, wie Russland auf eine mögliche Blockade der Region Kaliningrad durch europäische Staaten reagieren würde. Putin äußerte die Hoffnung, dass dies nicht geschehen werde. Im Falle ihres Auftretens werde Russland Bedrohungen für die Exklave beseitigen. Er warnte:

"Alle müssen dies verstehen und sich darüber im Klaren sein, dass solche Handlungen zu einer bisher beispiellosen Eskalation des Konflikts führen, ihn auf eine ganz andere, breitere Ebene heben und zu einem großangelegten bewaffneten Konflikt ausweiten werden."

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