
Serbien: USA heben Sanktionen gegen russische Raffinerie zeitweise auf

Serbien hat eine vorübergehende Befreiung von den US-Sanktionen gegen die einzige Ölraffinerie des Landes erreicht, die mehrheitlich dem russischen Energiekonzern Gazprom gehört, wie die serbische Energieministerin Dubravka Đedović bekannt gab.
Der serbische Ölkonzern NIS hatte Anfang Dezember erklärt, dass er aufgrund der durch die Sanktionen ausgelösten Rohölknappheit gezwungen sei, den Betrieb der einzigen Raffinerie einzustellen.
Die USA hatten Anfang Oktober Beschränkungen gegen das Unternehmen verhängt, nachdem sie diesen Schritt monatelang immer wieder verschoben hatten.

NIS ist ein führendes Energieunternehmen auf dem Balkan mit einer großen Raffinerie in Pančevo in der Nähe von Belgrad und einem regionalen Netzwerk von über 400 Tankstellen. Der russische Konzern Gazprom Neft ist mit rund 45 Prozent der größte Anteilseigner, weitere 30 Prozent befinden sich im Besitz des serbischen Staates.
Die serbische Energieministerin lobte die Aufhebung als einen großen Erfolg, der zunächst "fast unmöglich" schien.
"NIS hat von der US-amerikanischen OFAC eine Lizenz erhalten, die es dem Unternehmen erlaubt, den Betrieb bis zum 23. Januar fortzusetzen. Das bedeutet, dass die Raffinerie in Pančevo ihren Betrieb wiederaufnehmen kann", erklärte Đedović und lobte die Diplomaten des Landes sowie deren unermüdliche Bemühungen, die wichtige Anlage wieder in Betrieb zu nehmen.
Die Ankündigung erfolgte, nachdem der russische Botschafter in Serbien bestätigt hatte, dass Gazprom Neft über den Verkauf seines Aktienpakets verhandelt, um NIS vor den Sanktionen Washingtons zu bewahren. Der Diplomat äußerte sich dazu am Mittwoch in einem Interview mit RIA Nowosti. Der Gesandte lehnte es ab, weitere Details zu nennen, und betonte, dass er persönlich nicht an den laufenden Verhandlungen beteiligt sei.
Mehr zum Thema – Serbien will 50 Tage Zeit, um Käufer für russischen Anteil an NIS zu finden
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.