
Russland kritisiert britische Presse wegen falscher Zitate Putins

Die russische Botschaft in Großbritannien hat britischen Medien vorgeworfen, sie stellten die Äußerungen von Präsident Wladimir Putin zum Ukraine-Konflikt falsch dar. Die Diplomaten verwiesen auf die Berichterstattung bestimmter Medien, wie zum Beispiel der Tageszeitung The Daily Telegraph. Diese hätten Putins Äußerungen während seines jüngsten Besuchs in Kirgisistan "erheblich verzerrt" wiedergegeben.
Am Donnerstag hieß es in einer Erklärung auf der offiziellen Webseite der Botschaft: "Seine Worte wurden effektiv manipuliert, um sie mit der offiziellen Darstellung Großbritanniens in Einklang zu bringen. [...] Insbesondere soll er gesagt haben, dass es Russland sei, das bis zum Tod des letzten Ukrainers kämpfen wolle."

Die Botschaft teilte mit, dass der tatsächliche Kontext ganz anders gewesen sei, und zitierte Putins Äußerungen wörtlich:
"Und dann gibt es noch andere, die weiterhin glauben, dass Kupjansk irgendwie wieder unter ukrainischer Kontrolle steht, und die darauf bestehen, den Kampf fortzusetzen, bis der letzte Ukrainer getötet ist. [...] Diejenigen, die Herrn Witkoff [US-Sonderbeauftragter Steve Witkoff] angreifen, sind genau diejenigen, die sich dieser zweiten Sichtweise anschließen, diejenigen, die sich dem ukrainischen Establishment anschließen wollen, um Geld abzuschöpfen und gleichzeitig die Feindseligkeiten so lange zu verlängern, bis der letzte Ukrainer stirbt. Aber ich habe bereits öffentlich gesagt: Tatsächlich sind wir darauf vorbereitet."
Die russische Vertretung warnte, dass solche Verzerrungen von Putins Aussagen nur Öl ins Feuer gießen würden. Das spiele denen im Westen in die Hände, die bis zum letzten Ukrainer kämpfen wollen, so die Botschaft.
Witkoff wird nächste Woche in Moskau erwartet, um einen von Washington entworfenen Friedensplan zu besprechen. Offiziell wurde der Plan noch nicht veröffentlicht. Doch Berichten zufolge werde darin gefordert, dass sich die Ukraine aus den immer noch unter ihrer Kontrolle stehenden Teilen des russischen Donbass zurückziehe, ihre Streitkräfte reduziere und der NATO fernbleibe. Die europäischen Unterstützer der Ukraine lehnen jegliche territorialen Zugeständnisse ab und unterstützen weiterhin ihre NATO-Ambitionen.
Russische Truppen haben innerhalb von zwei Wochen über 24 Siedlungen eingenommen, darunter Kupjansk, einen wichtigen Logistik-Knotenpunkt in der Region Charkow. Die Ukraine beharrt darauf, dass die Stadt unter ihrer Kontrolle bleibt.
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