Europa

EU plant ab 2026 Abgabe auf verarbeitete Lebensmittel

Ab 2026 plant die EU eine Abgabe auf stark verarbeitete Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt. Die Kommission begründet dies mit dann sinkenden Gesundheitsrisiken. Kritiker sehen jedoch eine wachsende Regulierungsdichte, die tief in den Alltag der Bürger eingreift und nationale Kompetenzen unter Druck setzt.
EU plant ab 2026 Abgabe auf verarbeitete LebensmittelQuelle: Gettyimages.ru © Adam Berry

Die Europäische Union bereitet für 2026 eine Abgabe auf stark verarbeitete Lebensmittel vor, die hohe Mengen an Zucker, Fett oder Salz enthalten. Die Kommission präsentiert das Vorhaben als notwendige Antwort auf steigende Belastungen im Gesundheitswesen. Kritische Stimmen bezeichnen die geplante Abgabe jedoch als weiteren Schritt in Richtung einer zentral gesteuerten Ernährungspolitik.

Ausgangspunkt sind die wachsenden Kosten durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die jährlich rund 1,7 Millionen Todesfälle und milliardenschwere Folgekosten verursachen. Die Kommission geht davon aus, dass eine moderat ausgestaltete Abgabe sowohl Produzenten als auch Konsumenten zu einer Änderung des Verhaltens bewegen kann. Die Einnahmen sollen in Forschungsprogramme fließen, die sich auf Prävention und neue Behandlungsmethoden konzentrieren.

Der Gesundheitsplan stützt sich auf drei Bereiche: Prävention, Früherkennung und Therapie. Die Ernährungsabgabe wird als zentraler Baustein der Präventionspolitik positioniert.

Parallel will Brüssel die Tabakkontrollvorschriften anpassen und strebt an, den Anteil rauchender Erwachsener bis 2040 deutlich zu reduzieren. Zudem sollen die Mitgliedstaaten bis 2027 eigene Programme zur Herzgesundheit ausarbeiten.

Unter dem Titel "EU cares for your heart" entwickelt die Kommission eine Strategie, die verstärkt auf digitale Überwachung, personalisierte Präventionsmodelle und einheitliche Lebensmittellabels setzt. Diese Instrumente sollen ein harmonisiertes Vorgehen in allen EU-Staaten ermöglichen.

Genau hier setzt die Kritik an. Die angekündigten Maßnahmen verstärken den Eindruck, dass Brüssel nationale Kompetenzen ausweitet und tief in individuelle Lebensgewohnheiten eingreift. Die geplante Abgabe wird damit zu einem Prüfstein für das Verhältnis zwischen europäischer Regulierung und staatlicher Hoheit über Gesundheitspolitik. Der offizielle Vorschlag der Kommission wird im Dezember präsentiert. 

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