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Nach Raketenangriff auf Dnjepropetrowsk: Ukrainische Bloggerin fordert Völkermord an allen Russen

Am Samstag wurde ein Haus in Dnjepropetrowsk durch eine russische Rakete zerstört. Laut einem Berater des ukrainischen Präsidialamtes könnte der Einschlag wegen der Luftabwehr der Ukraine erfolgt sein. Bloggerin Melania Podoljak stimmt der Aussage nicht zu und fordert Völkermord an allen Russen.
Nach Raketenangriff auf Dnjepropetrowsk: Ukrainische Bloggerin fordert Völkermord an allen RussenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti, Natalia Seliwestrowa)

Melania Podoljak, eine prominente ukrainische Bloggerin, hat auf Twitter gefordert, Russland und das russische Volk komplett auszulöschen. Der Aufruf zum Völkermord erfolgte am Samstag nach dem Einschlag einer russischen Rakete in der Stadt Dnjepropetrowsk. Auf einem Bild, das Podoljak auf ihrem Blog postete, ist ein zerstörter Wohnblock zu sehen. Ihrer Meinung nach soll er bei einem Angriff des russischen Militärs beschädigt worden sein.

"Ich habe alles Recht, mir zu wünschen, dass alle Russen und Russland vom Angesicht der Erde getilgt werden. Es ist keine Hassrede, es ist nicht schrecklich von mir, es ist einfach fair."

Inzwischen erklärte der Präsident der Ukraine Wladimir Selenskij, das Gebäude sei durch eine russische Rakete zerstört worden. Sein Berater Alexej Arestowitsch räumte anschließend ein, dass die Rakete von einer ukrainischen Luftabwehrwaffe abgeschossen worden sei und habe dann das Gebäude getroffen.

In den Kommentaren auf Twitter wurde Podoliak als "Befürworterin ethnischer Säuberungen" beschimpft, doch die ukrainische Bloggerin blieb bei ihrer Aussage und antwortete den Kritikern mit Schimpfwörtern. In einem Folge-Tweet am Sonntag bezeichnete sie Arestowitsch als einen "verdammten Schwachkopf". Ihre Einträge wurden keiner Twitter-Zensur wegen Anstiftung zum Mord oder Hass-Rede unterlegt. 

Podoljak wird von westlichen Medien hoch gelobt. Der Nachrichtensender NBC News stellt die Bloggerin als eine politische Aktivistin vor, die den Westen zu den Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine auffordert. Laut dem Fernsehsender Fox News ist Podoljak eine Medienberaterin, die zu Sanktionen gegen Russland aufruft. Auf ihrem YouTube-Kanal bietet sie Zuschauern Links an, um Geld für das ukrainische Militär zu spenden.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Sonntag, der Raketenbeschuss vom Samstag habe das militärische Kommando- und Kontrollsystem der Ukraine und damit verbundene Energieanlagen zum Ziel gehabt. Moskau bestreitet wiederholt, Zivilisten ins Visier genommen zu haben, und erklärt, dass die Raketenkampagne gegen ukrainische Militär- und Infrastrukturobjekte als Reaktion auf die terroristischen Angriffe der Ukraine auf russische Infrastruktur einschließlich der Krim-Brücke gestartet wurde.

Mehr zum Thema - Einschlag in Wohnhaus in Dnjepropetrowsk: Russische Rakete wurde von Luftabwehr fehlgeleitet

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