Europa

Finanzminister warnt: Im Februar könnten die Strompreise in Frankreich um 40 Prozent steigen

In Frankreich ist die Frage der Energiepreise noch heikler als in Deutschland. Immerhin hatte eine Erhöhung der Benzinpreise vor wenigen Jahren die Gelbwesten-Bewegung entstehen lassen. Jetzt müht sich die Regierung, eine massive Erhöhung der Strompreise zu verhindern.
Finanzminister warnt: Im Februar könnten die Strompreise in Frankreich um 40 Prozent steigenQuelle: www.globallookpress.com © via www.imago-images.de

Die französische Regierung arbeitet an weiteren Maßnahmen, um die steigenden Energiepreise in den Griff zu bekommen, sagte der Finanzminister des Landes und warnte vor den politischen Folgen vor einer Präsidentschaftswahl.

"Schauen Sie, was in Kasachstan passiert, das ist ein guter Hinweis darauf, was passieren kann, wenn die Energiepreise explodieren, das ist politisch gefährlich," sagte Bruno Le Maire am Freitag.

"Wenn wir in den kommenden Tagen keine Lösung für die Energiepreise finden, werden die Franzosen Ende Januar eine Erhöhung von 35 bis 40 Prozent sehen."

Diese Warnung kommt mitten in einer europäischen Energiekrise, die sich im Verlauf der letzten Monate verschärft hat und in der die Energiepreise quer durch den Kontinent auf nie zuvor gesehene Höhen klettern. Anfang dieser Woche war der Gaspreis an dem holländischen TTF-Verteiler, einem europäischen Richtwert für den Erdgashandel, etwa 5 Prozent höher, und der Preis erreichte 93,30 Euro per Megawattstunde.

In Frankreich sind die Energiepreise häufig ein sensibles Thema. Nach einer Erhöhung der Benzinpreise 2018 sah sich die Regierung des Landes monatelangen gewalttätigen Straßenprotesten gegenüber. Die Demonstrationen wuchsen sogar in eine breitere Bewegung gegen die Regierung.

Im Gefolge des verbreiteten Anstiegs der Energiepreise hat sich Paris verpflichtet, die Haushalte zu schützen, indem die Steigerung bei den regulierten Tarifen für 2022 auf nur 4 Prozent im Februar begrenzt wird. Aber die Preise steigen und die Senkung der Steuer auf Energiekosten, die den Anstieg bremsen sollte, reicht nicht mehr.

"Es sind Tausende von Jobs in Gefahr. Darum haben wir die letzten zwei Wochen Tag und Nacht gearbeitet, um eine Lösung zu finden, die die Begrenzung der Energiepreise bei 4 Prozent sichert und energiesensitive Unternehmen schützt," sagte Le Maire.

Der Minister sagte außerdem, er habe mit Jean-Bernard Lévy, dem Chef des staatlich kontrollierten Energieunternehmens EDF, gesprochen und mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, da die Regierung des Landes plant, EDF zu zwingen, mehr Atomstrom zu einem Vorzugspreis an seine Wettbewerber zu verkaufen. Der Schritt wird verhindern, dass diese Stromversorger die sehr hohen Preise auf dem Spotmarkt zahlen müssen, die dann auf die regulierten Tarife für die Haushalte durchschlügen.

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