Europa

Israelische Botschaft in Ukraine verurteilt antisemitischen Nationalistenmarsch in Kiew

Anlässlich des 113. Geburtstags von Stepan Bandera haben am 1. Januar in Kiew Hunderte Nationalisten mit brennenden Fackeln demonstriert. Die israelische Botschaft in der Ukraine verurteilte den Marsch, in dem sie eine Schändung der Erinnerung an die Holocaust-Opfer sah.

Die israelische Botschaft in der Ukraine hat einen Fackelmarsch von Nationalisten in Kiew verurteilt. Die diplomatische Vertretung forderte auf Facebook und Twitter die ukrainischen Behörden auf, antisemitische Äußerungen während der Demonstration gründlich zu untersuchen. Dabei verwiesen die Diplomaten auf ein im Jahr 2021 verabschiedetes Gesetz über die Bekämpfung von Antisemitismus.

"Die Verherrlichung derjenigen, die die nazistische Ideologie unterstützt haben, schändet die Erinnerung an die Holocaust-Opfer in der Ukraine."

Am Samstag hatten sich in Kiew ungefähr 1.000 Menschen zu einem Fackelzug zu Ehren von Stepan Bandera versammelt. Damit feierten sie den 113. Geburtstag des ukrainischen Nationalisten. Der Umzug sollte vor dem Präsidentenbüro enden. In der Nähe des Verwaltungsgebäudes wurden die Teilnehmer jedoch von der Polizei gestoppt.

Nachdem die Demonstranten die ukrainische Nationalhymne gesungen und ihre Pyrotechnik aufgebraucht hatten, löste sich die Menschenmenge auf. Der Umzug verlief grundsätzlich friedlich.

Außer der Hauptstadt fanden ähnliche Aktionen in anderen 55 Städten statt. Laut Polizeiangaben beteiligten sich daran landesweit ungefähr 3.500 Menschen.

Bandera war der Führer der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und einer der Mitgründer der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA). Dieser im Oktober 1942 gegründete OUN-Arm arbeitete mit den Hitler-Truppen zusammen. Die UPA kämpfte gegen die sowjetische Armee und tötete überwiegend im Westen der Ukraine ungefähr 100.000 Polen, Tschechen und Juden. Außerdem töteten die Nazi-Kollaborateure der UPA brutal tausende Ukrainer, die sich weigerten, mit der UPA zusammenzuarbeiten. Im Jahr 2015 erkannte der damalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko die OUN- und UPA-Mitglieder als "Unabhängigkeitskämpfer" an und gewährte ihnen Sozialhilfen. Bandera lebte ab 1946, von deutschen Behörden unbehelligt, bis zu seinem Tod 1959 in München. 

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