Europa

Schweden machen es vor: Implantierter Microchip zum Nachweis einer Corona-Impfung

Angesichts der neuen Coronavirus-Variante Omikron und steigender Infektionszahlen erlässt die schwedische Regierung neue Maßnahmen und macht einen Impfnachweis im Alltag notwendig. Dies scheint mehr Menschen dazu zu bringen, sich Mikrochips implantieren zu lassen.
Schweden machen es vor: Implantierter Microchip zum Nachweis einer Corona-ImpfungQuelle: www.globallookpress.com © Frank May

Am Donnerstag verzeichnete die schwedische Gesundheitsbehörde drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einem positiven Corona-Befund. Von Mittwoch auf Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen auf 2.437 Fälle. Die Lage sei jedoch noch nicht ''akut'', so die schwedische Behörde, in einer Presseveranstaltung diese Woche.

Alle über 18-Jährigen in Schweden erhalten eine Einladung zu einer Boosterimpfung. Die Sozialministerin Lena Hallengren

"Mit Impfnachweis und höheren Impfquoten hoffen wir, auf andere Restriktionen verzichten zu können.

Am 1. Dezember trat ein Entschluss bezüglich der Impfnachweise in Kraft. Dieser Nachweis muss demzufolge bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen vorgezeigt werden, wenn hier mehr als 100 Menschen zusammenkommen.

Etwa bei einem Kinobesuch, dem Besuch einer Sportveranstaltung oder eines Nachtclubs. Anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen mit weniger als 100 Gästen ist es freigestellt, eine Vorlage des Impfnachweises zu verlangen. Hallengren hierzu: 

"Es geht um den Nachweis der Impfung, nicht um den Nachweis der Genesung oder eines negativen Tests. Es ist wichtig, anzumerken, dass jeder, der nicht geimpft werden kann, ein ärztliches Attest vorlegen kann."

Mehr Schweden scheinen sich wegen der neuen Coronavirus-Maßnahmen für Mikrochip-Implantate zu entscheiden. Diese ermöglichen bereits die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, den Zugang etwa zum Büro und zum Fitnessstudio, das kontaktlose Zahlen ohne Kreditkarte. In Zeiten der Pandemie lässt sich hier auch der Impfnachweis hinterlegen. Die Zahl der "Implantierten" soll bei rund 6.000 liegen. Vor drei Jahren waren es noch 4.000. Befürworter der Chips, welche die Größe eines Reiskorns haben, sie sehen den Vorteil, dass diese nur schwer gehackt werden können. Der Einsatz unter die Haut in der Hand kostet rund 159 Euro. 

Der Chip basiert auf RFID-Technologie und nutzt eine Antenne zum Senden und Empfangen von Radiowellen, die Informationen ähnlich wie bei einem Barcode-Scanner übertragen. Der britische Wissenschaftler Kevin Warwick, war 1998 der erste Mensch weltweit, dem als Teil eines Experiments ein RFID-Implantat eingesetzt wurde. 

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