Europa

Rückerstattung gefordert: Finnische Premierministerin darf nicht auf Staatskosten frühstücken

Infolge medialer Berichterstattung gibt die finnische Premierministerin laut der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Yle das Geld, welches sie für Familienfrühstück ausgegeben hat, an die Staatskasse zurück. Ihr Büro errechnete Ausgaben in Höhe von 850 Euro monatlich.
Rückerstattung gefordert: Finnische Premierministerin darf nicht auf Staatskosten frühstückenQuelle: Reuters

Sanna Marin, die Premierministerin Finnlands, zahlt Geld an die Staatskasse zurück, welches sie für Frühstück für ihre Familie in der Residenz Kesäranta ausgegeben hat. Nach Angaben der Mediengruppe Uutissuomalainen gab Marin bereits 10.000 Euro an die Staatskasse zurück. Hiermit wurden Ausgaben für das vergangene Jahr gedeckt. Bis Ende August muss sie weitere 4.000 Euro bezahlen. Die Regierungschefin zahlt das Geld aus eigener Initiative zurück.

Im Mai 2021 schrieb die finnische Zeitung Iltalehti, Marin habe auf Kosten des Staatshaushaltes gefrühstückt, obwohl es in den Gesetzen des Landes keine Klausel zum Kauf von Lebensmitteln für die Regierungschefin gebe. Laut der Zeitung gab sie rund 300 Euro im Monat aus der Staatskasse aus. Das Büro der Premierministerin rechnete nach und stellte fest, dass die Ausgaben bei durchschnittlich 850 Euro pro Monat lagen.

Nach der Enthüllung sagte Marin, sie habe keine staatliche Entschädigung für Lebensmittel beantragt. Ihr zufolge sei sie darüber informiert worden, dass unter früheren Premierministern eine ähnliche Praxis existiert hätte. Die Frau des ehemaligen Regierungschefs Päivi Lipponen erklärte jedoch, dass dies nicht der Fall sei:

"Das Essen für unsere Familie habe ich selbst bezahlt. Ich habe geputzt, gekocht und gewaschen – ganz alleine. Die Miete für unsere Wohnung haben wir sogar selbst bezahlt."

Danach versprach Sanna Marin, die Kosten zu erstatten. Das Amt kündigte an, neue Richtlinien für die Gewährung staatlicher Kostenübernahmen zu entwickeln.

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