Europa

Frankreich: Marine Le Pen als Parteichefin wiedergewählt

Trotz einer Schlappe bei den Regionalwahlen ist Marine Le Pen mit 98 Prozent der Stimmen als Parteichefin der rechtsgerichteten französischen Rassemblement National wiedergewählt worden. Im kommenden Jahr konkurriert sie mit Präsident Emmanuel Macron im Wahlkampf.
Frankreich: Marine Le Pen als Parteichefin wiedergewähltQuelle: Reuters © Sarah Meyssonnier

Marine Le Pen ist als Vorsitzende der rechtsgerichteten französischen Partei Rassemblement National (Nationale Versammlung) wiedergewählt worden. Weniger als ein Jahr vor den nächsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich zeigen Meinungsumfragen, dass Le Pen dem amtierenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron dicht auf den Fersen ist.

Auf einem Parteitag am Sonntag wurde Le Pen konkurrenzlos mit 98 Prozent der Stimmen als Vorsitzende bestätigt. Nach der Abstimmung schrieb sie auf Twitter:

"Euer Vertrauen ehrt und verpflichtet mich."

"Vereint euch für den Sieg!"

Ihre Wiederwahl erfolgt vor einem entscheidenden Wahlkampf gegen den amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron im kommenden April. Umfragen zeigen, dass Le Pen zwei Prozentpunkte vor dem zentristischen Präsidenten liegt. Angesichts des französischen Wahlsystems mit zwei Wahlgängen ist es jedoch wahrscheinlich, dass sich die Oppositionsparteien im Falle eines Sieges in der ersten Runde zusammenschließen werden, um so einen Sieg Le Pens in der zweiten Wahlrunde zu verhindern. Ein System, das Le Pen selbst kürzlich als unnatürlich bezeichnete.

Darüber hinaus schnitt ihre Partei bei den Regionalwahlen in der vergangenen Woche katastrophal ab und konnte in mehreren Bezirken, in denen ein Sieg prognostiziert worden war, keinen einzigen Sitz erringen.

Auch Macrons Partei La République en Marche (Republik in Bewegung) konnte bei den Regionalwahlen keinen Erfolg verbuchen und erhielt bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung nur sieben Prozent der Stimmen. Die Kandidaten der traditionellen Mitte-Rechts-Parteien sowie der sozialistischen und linken Parteien schnitten dagegen gut ab.

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