Europa

"Gefährliche Situation": Russische Kampfjets näherten sich NATO-Kriegsschiff im Schwarzen Meer

Derzeit findet im Schwarzen Meer die NATO-Übung "Sea Breeze" mit 5.000 Soldaten, 32 Schiffen und 40 Flugzeugen statt. Dabei sollen sich am Donnerstag russische Kampfjets der niederländischen Fregatte HNLMS Evertsen genähert und eine "gefährliche Situation" verursacht haben, wie das niederländische Verteidigungsministerium am Dienstag in einem Tweet mitteilte.

Wie das niederländische Verteidigungsministerium am Dienstag bekannt gab, soll es bereits am vergangenen Donnerstag zu einem schweren Zwischenfall im Schwarzen Meer gekommen sein. Dort findet derzeit die internationale Übung "Sea Breeze" statt. Russische Kampfjets hätten sich der niederländischen Fregatte HNLMS Evertsen auf gefährliche Weise genähert. In einem Tweet des niederländischen Verteidigungsministeriums heißt es:

"Bewaffnete russische Kampfjets verursachten am vergangenen Donnerstag eine gefährliche Situation im Schwarzen Meer in der Nähe der HNLMS Evertsen. Die Flugzeuge flogen wiederholt gefährlich niedrig über und nahe an dem Schiff vorbei und führten Scheinangriffe durch. Die HNLMS Evertsen befand sich während dieser Belästigungen in internationalen Gewässern."

Die niederländische Verteidigungsministerin Ank Bijleveld-Schouten bezeichnete die russische Aktion laut Reuters als "unverantwortlich". Die "Evertsen hat jedes Recht, dort zu fahren", sagte sie in einer Erklärung. "Es gibt keine Rechtfertigung für diese Art von aggressivem Handeln, welches das Risiko von Unfällen unnötig erhöht." Die Niederlande würden die Angelegenheit mit Russland auf diplomatischer Ebene ansprechen, deutete sie an. 

Die internationale Übung Sea Breeze, die von den USA und der Ukraine geführt wird, soll zwei Wochen dauern. Nach Angaben der US Navy ist die diesjährige Übung im Schwarzen Meer, die seit 1997 regelmäßig abgehalten wird, die bislang größte dieser Art. Es nehmen 5.000 Soldaten, 32 Schiffe und 40 Flugzeuge daran teil. Moskau empfindet dies vor eigenem Territorium als Provokation und forderte Washington deshalb auf, darauf zu verzichten.

Bereits am vergangenen Mittwoch kam es zu Spannungen, nachdem das britische Kriegsschiff "HMS Defender" in russische Hoheitsgewässer nahe der Krim eingedrungen war. Es drehte erst nach Warnschüssen der russischen Marine wieder ab. London macht geltend, dass es sich nicht um russische, sondern ukrainische Hoheitsgewässer handeln würde, da die Krim völkerrechtlich zur Ukraine gehöre. 

Update: Das russische Verteidigungsministerium nahm inzwischen Stellung zu dem Vorfall. Demnach habe die niederländische Fregatte, die sich in neutralen Gewässern befunden hatte, ihren Kurs geändert und sich in Richtung der russischen Grenze zu bewegen begonnen. Daraufhin seien Militärjets entsandt worden, um eine Verletzung der Küstenmeergrenze zu verhindern.

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