Europa

Südtirol: Seit 70 Jahren geflutetes Dorf bei Wartungsarbeiten an Speicherkraftwerk wieder freigelegt

Im Jahr 1950 wurde die Ortschaft Graun im Vinschgau im Südtirol bei der Errichtung eines Speicherkraftwerks geflutet und ihre Bevölkerung umgesiedelt. Mehr als 70 Jahre danach kommen die Ruinen des versunkenen Dorfes dank Instandhaltungsarbeiten wieder zum Vorschein.
Südtirol: Seit 70 Jahren geflutetes Dorf bei Wartungsarbeiten an Speicherkraftwerk wieder freigelegtQuelle: AFP © MIGUEL MEDINA

Für Wartungsarbeiten wurde das Wasser aus dem Reschensee, auf dessen Grund sich Graun im Vinschgau einst befunden hatte, in den vergangenen Wochen abgelassen, was die Überreste der gefluteten Siedlung sichtbar und sogar teils begehbar machte. Bei manchen Ruinen waren noch die Hauswände oder Treppen zu erahnen, drum herum lagen verrostete Bauteile. Schaulustige veröffentlichten spektakuläre Bilder und Videos der freigelegten architektonischen Landschaft in den sozialen Netzwerken.

Vor allem für den Glockenturm der versunkenen alten Pfarrkirche St. Katharina, der direkt aus dem Wasser aufragt, erlangte der Reschensee Bekanntheit. Der denkmalgeschützte Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert blieb bisher zugleich das einzige Zeugnis der seit Jahrzehnten verlassenen Ortschaft und machte den Stausee auch zu einem beliebten Touristenziel. Der ungewöhnliche Ort war außerdem Hauptdrehort der Mystery-Serie "Curon", wie Graun im Vinschgau auf Italienisch heißt, die im vergangenen Jahr auf Netflix erstmals zu sehen war.

Im Sommer 1950 war Graun samt dem Dorf Reschen geflutet worden, um einen Speichersee für ein Wasserkraftwerk zu bilden. Mehr als 160 Häuser wurden damals abgetragen und geflutet und die Dorfbewohner zum Umzug gezwungen. Ersatzweise entstand ein neues gleichnamiges Dorf etwas höher am Hang des Talbodens, das auch bis heute noch existiert. Auch die Pfarrkirche St. Katharina wurde gesprengt. Aus Denkmalschutzgründen beschloss man jedoch, den altertümlichen Kirchenturm aufrechtzuerhalten.

Mehr zum Thema - Italien: Teile eines Friedhofs stürzen nach Erdrutsch ins Meer – rund 200 Särge vermisst

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team