Europa

Massiver Erdrutsch in England: 300 Meter breite Klippe des UNESCO-Weltnaturerbes abgestürzt

Auf der historischen Jura-Küste im Süden Englands wurde ein riesiger Abschnitt einer Felsenklippe durch einen Erdrutsch mehrere Dutzend Meter in die Tiefe gerissen. Dabei soll es sich laut lokalen Behörden um den größten Felssturz der vergangenen 60 Jahre handeln.
Massiver Erdrutsch in England: 300 Meter breite Klippe des UNESCO-Weltnaturerbes abgestürztQuelle: Gettyimages.ru © Finnbarr Webster

Bei dem Vorfall in der Nähe der Siedlung Seatown in der englischen Grafschaft Dorset ist ein etwa 300 Meter langer Abschnitt einer Klippe abgebrochen. Dadurch lösten sich rund 4.000 Tonnen Gestein vom Felshang und verschütteten einen Teil des darunter liegenden Strandes, teilte die Zeitung The Guardian mit. Dem Bericht zufolge erreichten einige herabgestürzte Brocken die Größe eines Autos. Infolge des Erdrutsches wurde der Küstenweg teilweise abgesperrt. Da die Gegend weitgehend unbewohnt ist, gab es dabei keine Verletzten.

Nach der vorläufigen Untersuchung des Gebietes warnten die lokalen Behörden die Bewohner der umliegenden Ortschaften, dass die Klippe weiterhin "sehr instabil" sei und man mit erneuten Klippenabgängen rechne. Die Menschen wurden gebeten, von dem Gebiet bis auf Weiteres Abstand zu halten.

Wegen fortschreitender Küstenerosion kommt es an dem malerischen Küstenstreifen regelmäßig zu Erdrutschen und Steinschlägen. Der jüngste Vorfall soll allerdings Einschätzungen zufolge der größte seit 60 Jahren sein.

Die historische Jura-Küste, die sich auf einer Länge von mehr als 150 Kilometern entlang des Ärmelkanals erstreckt, stellt neben einer spektakulären Naturlandschaft auch eine wertvolle Fossilienfundstätte dar, die die geologische Geschichte des Gebietes über einen Zeitraum von 185 Millionen Jahren aufdeckt. Im Jahr 2001 wurde die Jura-Küste in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen. Aufgrund der landschaftlichen Schönheit und Vielfalt ist die Gegend ein beliebtes Reiseziel für Touristen.

Mehr zum ThemaItalien: Teile eines Friedhofs stürzen nach Erdrutsch ins Meer – rund 200 Särge vermisst

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion