Europa

Wintershall-Vorstandsmitglied: Nord Stream 2 lohnt sich für die EU

Thilo Wieland, Vorstandsmitglied des größten Gas- und Ölkonzerns Wintershall Dea GmbH, hat bei einem Treffen des Diskussionsklubs Waldai mitgeteilt, Nord Stream 2 sei für Europa notwendig. Ihm zufolge wird Nord Stream 2 die Energiesicherheit der EU gewährleisten.
Wintershall-Vorstandsmitglied: Nord Stream 2 lohnt sich für die EUQuelle: Sputnik © Alexander Galperin

Beim Treffen des Diskussionsklubs Waldai hat Thilo Wieland, Vorstandsmitglied von Wintershall Dea GmbH, der für Russland, Lateinamerika und Gasübertragungsprojekte verantwortlich ist, mitgeteilt, das Nord-Stream-2-Projekt sei für Europa notwendig:

"Als Vertreter eines der Finanzinvestoren in Nord Stream 2 mache ich deutlich, dass wir davon überzeugt sind, dass diese Gaspipeline für Europa notwendig ist. Wir hoffen, dass sie so bald wie möglich fertiggestellt und in Betrieb genommen wird."

Wieland sagte, dass der Lieferungsbereich in der Pandemie vor eine ernsthafte Herausforderung gestellt worden sei, die jedoch bewältigt worden sei. Gleichzeitig stellte Wieland fest, dass Lieferungen aus Russland das Rückgrat des europäischen Energiesektors sind. Wieland sagte, Europa habe Glück, dass sich der größte Teil der Erdgasreserven der Welt im Bereich der Pipeline befindet, insbesondere in Russland.

Für Nord Stream 2 ist Wieland zuversichtlich, dass dieses Projekt stabile Gaspreise in Europa gewährleisten wird. Ihm zufolge wird Nord Stream 2 die Marktliquidität erhöhen und die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur stärken:

"Nord Stream 2 wird einen positiven Effekt auf beide Aspekte haben – sowohl auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU als auch mittel-langfristig auf die Energiesicherheit der EU."

In diesem Winter erhöhte das russische Energieunternehmen Gazprom die Gasversorgung der europäischen Länder aufgrund schwerer Kälte und Schneefälle in Europa. Nach eigenen Angaben produzierte das Unternehmen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2021 7,8 Prozent mehr Gas als von Januar bis Februar 2020. Insbesondere nahmen die Lieferungen nach Deutschland (um 33 Prozent), in die Türkei (um 53 Prozent), nach Italien (um 64 Prozent), nach Frankreich (um 27 Prozent) und in andere Länder zu.

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