Europa

Schweizer Drogist verbietet Verkauf von Masken für Kinder

Im Schweizer Kanton Zürich müssen Kinder bereits ab der vierten Klasse eine Schutzmaske tragen. Der Drogerieinhaber Julius Jezerniczky aus Wädenswil kann das nicht mehr nachvollziehen – und hat Kindermasken aus seinem Sortiment genommen.

Im Kanton Zürich müssen Kinder bereits ab der vierten Klasse eine Schutzmaske tragen. Der Drogerieinhaber Julius Jezerniczky aus Wädenswil hat Kindermasken nun jedoch aus seinem Sortiment genommen. Der Grund: Das mehrstündige Tragen könne den körperlichen und psychischen Zustand von Kindern beeinträchtigen, so der Diplomierte aus der Schweiz.

Nachdem Herr Söder und Herr Kurz verstärkt auf FFP2-Masken setzen, sei die Lage auch in der Schweiz "eskaliert". Denn auch für Viert-, Fünft- und Sechstklässler gelte nun eine Maskenpflicht. Die Masken müssten folglich über mehrere Stunden getragen werden, auch in der Pause. Jezerniczky meint:

"Bei Kindern finde ich aber dann wirklich, ist eine Grenze überschritten. (...) Die Krönung des Ganzen ist dann: [Maskenpflicht] auch noch im Turnunterricht."

Das extra in der Drogerie aufgestellte Plakat wurde abfotografiert und in den sozialen Netzwerken verbreitet. So gelangte Jezerniczky zu schneller und unfreiwilliger Berühmtheit. Nicht nur aus der Schweiz, sondern vor allem aus Deutschland erhalte der 53-Jährige viel Zuspruch. Natürlich gibt es auch Kritiker, die die Einstellung nicht teilen und das Verhalten des Drogisten als Risiko ansehen.

Der Drogistenverband auf Gesamtschweizer Ebene hat sich negativ zu Jezerniczkys Vorgehen geäußert. Im Interview mit RT DE schildert der Drogist, wie ein kleines Schild in seinem Laden eine so große Welle losgetreten hat und warum er auf keinen Fall ein Corona-Leugner ist.

Mehr zum Thema - Gesundheitsexperten kritisieren FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und Einzelhandel