Europa

Österreichisches Innenministerium: Attentäter von Wien organisierte Treffen mit deutschen Islamisten

Am Montag hat das Innenministerium Österreichs bisherige Berichte bestätigt, wonach der Attentäter von Wien mit mehreren anderen Dschihadisten aus Deutschland und der Schweiz im Juli zusammengekommen war. Einige dieser Personen befinden sich demnach inzwischen in Gewahrsam.
Österreichisches Innenministerium: Attentäter von Wien organisierte Treffen mit deutschen IslamistenQuelle: AFP © Roland Schlager / APA

Auf einer Pressekonferenz des Innenministeriums räumte der österreichische Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit Franz Ruf ein, dass ein solches Treffen Mitte Juli in Wien stattgefunden hatte. Er präzisierte dabei, dass einige Teilnehmer dieses Treffens im Zuge der Ermittlungen rund um den Anschlag vor etwa einer Woche bereits festgenommen worden seien.

Die genaue Anzahl der Teilnehmer des Treffens wurde jedoch nicht genannt. Ruf sagte lediglich:

Es war ein größerer Personenkreis, der sich getroffen hat.

Laut einem Bericht der Kronen Zeitung sollen die Islamisten während ihres Besuchs in der österreichischen Hauptstadt unter anderem in den Wohnungen des späteren Attentäters Kujtim F. und seiner Bekannten übernachtet haben. Dabei verwies das Blatt darauf, dass insgesamt vier Personen nach einer Verabredung mit dem 20-Jährigen nach Österreich aus dem Ausland eingereist waren.

Zudem hätten die Dschihadisten laut dem Bericht im Laufe ihres Aufenthalts in Wien unter ständiger Beobachtung des Verfassungsschutzes gestanden. Die Observationen seien jedoch nach der Abreise von Kujtim F. in die Slowakei, wo er Munition für sein Sturmgewehr zu kaufen plante, eingestellt worden.

Nach dem tödlichen Terroranschlag in Wien am vergangenen Montag erfolgten in der Schweiz und in Deutschland mehrere Polizeieinsätze. Dabei kam es zu Festnahmen von Personen, die vermeintlich in Kontakt mit dem IS-Sympathisanten standen. So sollen sich laut Schweizer Medien derzeit zwei Männer in Untersuchungshaft in der Schweiz befinden, die sich im Zeitraum zwischen dem 16. und 20. Juli mit Kujtim F. getroffen haben sollen.

Im Laufe der Ermittlungen gab Innenminister Karl Nehammer zu, dass die inländischen Behörden unverzeihliche Fehler zugelassen hätten und den Hinweisen ihrer slowakischen Kollegen in Bezug auf die Terrorverdächtigen aus Österreich, die dort Munition zu kaufen versuchten, nicht nachgegangen seien. Es habe "sich gezeigt, dass offensichtlich etwas in der Kommunikation falsch gelaufen ist", sagte der Politiker. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, bei der das Vorgehen österreichischer Anti-Terror-Strukturen im Fall Kujtim F. geprüft werden soll.

Mehr zum Thema - Slowakei hatte Österreich vor Wien-Attentäter nach versuchtem Munitionskauf gewarnt

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