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Polizei: Vier Todesopfer bei Terrorattacke in Wien – Mutmaßlicher Täter IS-Sympathisant

Die Zahl der Opfer nach dem Terroranschlag am Montagabend in Wien ist gestiegen. Aktuell spricht die Polizei von drei getöteten Passanten. Der erschossene Attentäter gilt als Islamist, seine Wohnung wurde bereits durchsucht. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Polizei: Vier Todesopfer bei Terrorattacke in Wien – Mutmaßlicher Täter IS-SympathisantQuelle: AFP © / Joe Klamar

Nach der Terrorattacke in Wien ist nach Angaben des österreichischen Innenministers ein weiteres Opfer gestorben. Damit wurden bei der Bluttat am Montagabend insgesamt vier Passanten getötet - zwei Männer und zwei Frauen, bestätigte Innenminister Karl Nehammer der Nachrichtenagentur APA am Dienstagmorgen. Zudem wurde der Täter von der Polizei erschossen. 

Zunächst war von drei Todesopfern berichtet worden. Dazu komme der von der Polizei erschossene Täter, hieß es am Dienstagmorgen. Die Polizei sprach außerdem von mindestens 15 zum Teil schwer verletzten Menschen.

Die Attacke geht nach den Worten von Österreichs Innenminister Karl Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen, sagte Nehammer am Dienstagmorgen. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe außerdem eine Attrappe eines Sprengstoffgürtels getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen.

Die Wohnung des Verdächtigen sei auf der Suche nach Beweisen durchsucht worden, hieß es. In Wien seien 1.000 Beamte im Einsatz. "Wir können derzeit nicht ausschließen, dass es noch andere Täter gibt", sagte Nehammer. Die entsprechenden Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Angesichts des Anschlags in der Wiener Innenstadt hält die österreichische Regierung um 9 Uhr per Videokonferenz einen Sonderministerrat ab. Um 10 Uhr wendet sich Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Rede an die Bevölkerung und um 12 Uhr empfangen Kurz und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sowie die Fraktionschefs der Parlamentsparteien im Bundeskanzleramt zu einem Gespräch. Danach folgt eine gemeinsame Kranzniederlegung am Tatort, um der Opfer zu gedenken. Aufgrund der weiteren polizeilichen Ermittlungen sind die Bürger aufgerufen, die Innenstadt zu meiden.

Bei dem Terrorangriff waren am Montagabend nahe einer Synagoge in einem Ausgehviertel zahlreiche Schüsse abgefeuert worden. "Wer einen von uns angreift, greift uns alle an", sagte Nehammer. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verurteilte den Angriff als "widerwärtigen Terroranschlag".

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(rt/dpa)

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