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Erdbeben in der Ägäis: Zahl der Toten steigt auf fast 50

Nach dem schweren Erdbeben im Ägäischen Meer steigt die Zahl der Toten weiter an. Am Sonntagmorgen hat die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD von 49 Todesopfern berichtet. Weitere 214 Menschen bleiben in Krankenhäusern. Die Suche nach Überlebenden geht weiter.
Erdbeben in der Ägäis: Zahl der Toten steigt auf fast 50Quelle: Reuters © KEMAL ASLAN

Nach dem Erdbeben in der Ägäis ist die Zahl der Toten in der Türkei auf 49 gestiegen. Nach Angaben der türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD konnten inzwischen 682 der 896 Verletzten das Krankenhaus verlassen. 214 Menschen mussten am Sonntagmorgen noch im Krankenhaus bleiben.

Am Samstag hatten Suchtrupps unter Applaus drei Kinder und ihre Mutter lebend aus den Trümmern eines achtstöckigen Gebäudes geborgen. Später berichtete der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca einigen Reportern, eines der Kinder sei dennoch verstorben.

Eine weitere Frau und ein 16-jähriges Mädchen wurden nach 17 Stunden aus einem eingestürzten Gebäude gerettet. Mehr als 26 Stunden nach dem Beben wurde in Izmir auch ein 62-Jähriger aus den Trümmern eines neunstöckigen Hochhauses lebend geborgen. Immer wieder mahnten die Einsatzkräfte zur Stille, um Stimmen hören zu können. In Fernsehaufnahmen war zu sehen, wie Helfer auch eine Katze aus den Trümmern retteten. 

Präsident Recep Tayyip Erdoğan sprach am Samstag den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und versprach, zerstörte Gebäude in der Türkei schnell wiederaufzubauen:

Jedes einzelne Beben erinnert uns daran, dass sich unser Land in einem gefährlichen seismologischen Gebiet befindet.

Das erste Beben hatte sich am Freitag um 14:51 Uhr Ortszeit (12:51 Uhr MEZ) ereignet. Nach Angaben der türkischen Katastrophenbehörde hatte es eine Stärke von 6,6. Das Zentrum lag demnach in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir. Die für Erdbeben zuständige US-Behörde USGS gab die Stärke des Bebens sogar mit 7 an. Auf der griechischen Insel Samos trat bei einem Tsunami nach dem Beben das Wasser über die Ufer. Durch das Erdbeben kamen auf der Insel zwei Menschen ums Leben.

(dpa)

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