Europa

Britische NGO kritisiert Wiedereinführung von BBC-Gebühren für Senioren

Seit Anfang dieses Jahrtausends sind britische Rentner im Alter von über 75 Jahren von Rundfunkgebühren befreit. Doch jetzt plant die BBC, für die meisten Rentner erneut Gebühren zu erheben. Das stößt bei Politik und Zivilgesellschaft auf Kritik.
Britische NGO kritisiert Wiedereinführung von BBC-Gebühren für SeniorenQuelle: Reuters © Suzanne Plunkett

Die Entscheidung des öffentlichen britischen Senders BBC, wieder Rundfunkgebühren für die meisten Über-75-Jährigen zu erheben, nachdem die aufgrund der COVID-19-Pandemie für zwei Monate ausgesetzt worden waren, hat für Kritik gesorgt. Gegenüber RT Deutsch erklärte Caroline Abrahams, eine führende Vertreterin der britischen Wohltätigkeitsorganisation Age UK:

Age UK hat immer geglaubt, dass die Entscheidung der Regierung, die Zuständigkeit für die gebührenfreien Lizenzen für Über-75-Jährigen an die BBC zu übertragen, falsch war, und dass es falsch von der BBC war, diese anzunehmen. Beide Seiten lagen damals falsch und liegen auch heute falsch, da Millionen von Älteren jetzt zwischen zwei Seiten gefangen sind und kurz davorstehen, ein universelles Recht zu verlieren, das für viele von ihnen in den letzten Jahren einen großen Unterschied gemacht hat.

Ältere Menschen, die bisher von den BBC-Gebühren ausgenommen wurden, fühlten sich aufgrund dieser Entscheidung im Stich gelassen, so Abrahams. Aber, so fügte sie hinzu, wenn Regierung und BBC ihren Streit beenden und sich an einen Tisch setzen würden, um ein "vernünftiges Abkommen" auszuhandeln, könnte ein anderes Ergebnis erzielt werden, bei dem die Befreiung der Über-75-Jährigen von der BBC-Lizenzgebühr erhalten bliebe.

Hintergrund der Kontroverse ist, dass ab diesem Monat nur noch über 75-jährige Rentner von der Lizenzgebühr befreit sind, die die Grundsicherung erhalten. Die BBC begründete die Einführung von Rundfunkgebühren für die anderen Senioren mit finanziellen Engpässen. Die britische Regierung kritisierte den Beschluss der BBC

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