Europa

Zentralbank: Spaniens Wirtschaft könnte in diesem Jahr um 12,4 Prozent zurückgehen

Spaniens Wirtschaft könnte laut Prognose der Zentralbank in diesem Jahr um mehr als zwölf Prozent schrumpfen. Grund ist der Corona-Lockdown in dem am zweitschlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Welt. Mehr als 20.000 Menschen sind dort an dem Virus gestorben.
Zentralbank: Spaniens Wirtschaft könnte in diesem Jahr um 12,4 Prozent zurückgehenQuelle: Reuters © Nacho Doce

Die spanische Wirtschaft könnte im Jahr 2020 zwischen 6,8 Prozent und 12,4 Prozent schrumpfen, falls die COVID-19-Sperre weitere acht bis zwölf Wochen andauert, so die Bank von Spanien am Montag.

Nach Angaben der Zentralbank, die verschiedene wirtschaftliche Szenarien entwarf, sei die Störung der spanischen Wirtschaft, wie im Fall anderer Länder auch, "von beträchtlicher Schwere". Die Regulierungsbehörde fügte hinzu, dass weiterhin eine große Unsicherheit bestehe und erklärte:

Die Ergebnisse der verschiedenen Szenarien deuten auf einen Rückgang des spanischen BIP im Jahr 2020 hin, der in der jüngsten Geschichte beispiellos ist.

Auf jeden Fall wird erwartet, dass in der zweiten Jahreshälfte ein Aufschwung beginnt, der zu einer "bemerkenswerten Erholung" im Jahr 2021 mit einem prognostizierten Wachstum zwischen 5,5 Prozent und 8,5 Prozent führen wird.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagte letzte Woche voraus, dass Spanien einer schwereren Wirtschaftskrise gegenübersteht als im Jahr 2008. Der Fonds warnte davor, dass die Arbeitslosenquote des Landes im Zuge des Corona-Lockdowns auf 20,8 Prozent steigen könnte.

Die spanische Regierung teilte am Montag mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 399 Menschen an COVID-19 starben, was die niedrigste tägliche Zahl von Todesfällen im Land seit vier Wochen darstellt. Fernando Simon, Notfallkoordinator des spanischen Gesundheitsministeriums, gab bekannt:

Heute fiel die Zahl der Todesfälle zum ersten Mal unter 400. Obwohl sie nur etwas niedriger ist als am Sonntag, diese Zahl gibt uns Hoffnung. Dies sind sehr ermutigende Zahlen.

Spanien ist nach den USA die am zweitschlimmsten von der Pandemie betroffene Nation, mit mehr als 200.000 Infizierten und über 20.000 testpositiven Todesfällen.

Die Gesundheitsbehörden des Landes gehen davon aus, dass die Pandemie am 2. April ihren Höhepunkt erreichte, als 950 Menschen innerhalb von 24 Stunden starben, fast drei Wochen nachdem die Regierung eine strenge Abriegelung verhängt hatte. Am Samstag teilte die Regierung mit, dass sie die Abriegelung bis zum 9. Mai verlängern werde.

Mehr zum Thema - Spanien: 83-jähriger FC-Malaga-Fan verbringt Quarantäne in verlassenem Fußballstadion

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team