Europa

EasyJet legt gesamte Flotte still – Globaler Einbruch der Reisebranche durch Corona-Krise

Die britische Billigfluggesellschaft EasyJet hat erklärt, dass sie ihre gesamte Flotte nach Abschluss der Rückführungsflüge geparkt hat. Die Auswirkungen der Ausnahmemaßnahmen in der Corona-Krise bringen die globale Reisebranche nahezu zum Stillstand.
EasyJet legt gesamte Flotte still – Globaler Einbruch der Reisebranche durch Corona-KriseQuelle: Reuters © Matthew Childs

Der britische Billigflieger EasyJet hat wegen der Reisebeschränkungen zwecks Bewältigung der Corona-Krise den Flugbetrieb eingestellt. Derzeit sei unklar, wann die über 300 Maschinen wieder abheben können, teilte EasyJet am Montag mit. Um die Auswirkungen auf die Bilanz möglichst gering zu halten, würden Kosten reduziert. Zudem wurde mit der Gewerkschaft eine Art Urlaubsregelung für das Kabinenpersonal getroffen, die ab 1. April für zwei Monate gilt. In dieser Zeit erhält die Belegschaft 80 Prozent ihres Durchschnittslohns.

Wir befinden uns in laufenden Gesprächen mit Liquiditätsanbietern, die um unsere starke Bilanz und unser Geschäftsmodell wissen", betonte EasyJet.

Man werde die Situation aufgrund der Regelungen sowie der Kundennachfrage fortlaufend prüfen und die Märkte informieren, sobald man einen besseren Überblick habe.

Wir arbeiten unermüdlich daran, dass EasyJet weiterhin gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen des Coronavirus zu meistern", fügte Konzernchef Johan Lundgren hinzu.

Einreisebeschränkungen von Ländern in der ganzen Welt und sinkende Nachfrage zwingen viele Fluggesellschaften dazu, ihren Flugbetrieb drastisch zurückzufahren. So hat etwa auch die Lufthansa laut Konzernchef Carsten Spohr wegen der Corona-Krise den Flugbetrieb auf weniger als fünf Prozent reduziert. Etwa 700 der rund 760 Lufthansa-Flugzeuge stehen am Boden, und 31.000 Beschäftigte der Kernmarke Lufthansa gehen bis Ende August in Kurzarbeit.

Auch die Luftfahrtindustrie ist weltweit von der Corona-Krise schwer betroffen. Alexandre de Juniac, Chef des Internationalen Luftverkehrsverbandes, appellierte in diesem Monat an die Regierungen der internationalen Staatengemeinschaft, Geld für Rettungsaktionen und Notfallkredite bereitzustellen. Er erklärte, dass die Corona-Krise die Einnahmen der Fluggesellschaften weltweit um bis zu 113 Milliarden US-Dollar sinken lassen kann. (rt/reuters)

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