Nahost

Irak: Explosionen in Bagdad in der Nähe der US-Botschaft

In der irakischen Hauptstadt soll es zu zwei Explosionen gekommen sein. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Augenzeugen. Zwei Raketen sollen auf die Grüne Zone, in der sich Botschaften befinden, abgefeuert worden sein.
Irak: Explosionen in Bagdad in der Nähe der US-BotschaftQuelle: Reuters

Demnach seien in Badgad Zeugen zufolge zwei laute Explosionen zu hören gewesen. Kurz darauf habe es Sirenengeheul gegeben. Der Hintergrund blieb zunächst unklar. Laut Medienberichten sollen die Explosionen in der stark gesicherten Grünen Zone, in der Regierungsgebäude und Auslandsvertretungen in der irakischen Hauptstadt angesiedelt sind, zu hören gewesen sein.

Es sollen zwei Katjuscha-Raketen in die Grüne Zone gefallen und nach Angaben des Militärs ein Feuer ausgelöst haben, berichtet Reuters weiter. Mindestens eine der Raketen sei etwa Hundert Meter von der US-Botschaft entfernt eingeschlagen. Demnach habe es keine Opfer gegeben.

Die Explosionen kommen nur Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, aber keine weiteren Militärschläge angekündigt hatte. In den sozialen Medien kursieren Videos, auf denen Explosionen und Sirenen in Bagdad zu hören sein sollen.

Die Grüne Zone wurde letzte Woche von Demonstranten belagert, nachdem die US-Amerikaner nahe der syrischen Grenze eine irakische Schiiten-Miliz angegriffen und mindestens 25 Kämpfer getötet hatten. Kurz darauf ermordeten die USA den iranischen General Qassem Soleimani bei einem Drohnenangriff auf dem Flughafen von Bagdad und brachten die USA und den Iran an den Rand eines Krieges.

Nach einem iranischen Vergeltungsschlag in den frühen Morgenstunden am Mittwoch gegen zwei amerikanisch genutzte Militärstützpunkte im Irak entspannte sich die Situation im Verlauf des Tages, als sich US-Präsident Donald Trump entschied, nicht mit Gewalt zu reagieren.

Mehr zum Thema - Erklärung von Trump: USA planen offenbar keine Militärschläge gegen Iran - Sanktionen angekündigt