Nahost

US-geführte Koalition bestätigt Vorbereitungen zum Rückzug aus dem Irak

Hochrangige US-Militärs haben in einem offiziellen Schreiben an ihre Verbündeten im Irak den Rückzug US-amerikanischer Kräfte angekündigt. Dieser Schritt erfolge aus Respekt vor der Souveränitat des Irak und gemäß den Forderungen des irakischen Parlaments und Premierministers.
US-geführte Koalition bestätigt Vorbereitungen zum Rückzug aus dem IrakQuelle: AFP © AHMAD AL-RUBAYE

Der Brigadegeneral und Kommandeur der US-Militär-Sondermission im Irak, William Seely, hat einen Brief an den Leiter des Irak Joint Operations Command gesandt, in dem er über den Abzug der US-Truppen zum Zweck der Repositionierung berichtet.

Er erklärte auch, dass die Kräfte der internationalen Anti-Terror-Koalition unter der Führung der Vereinigten Staaten "in den kommenden Tagen und Wochen verlegt werden, um die nächste Bewegung vorzubereiten", zitierte Reuters, neben anderen Medien, den Inhalt des Briefes, zu dem es Zugang erhalten hat.

Wie Seely erklärte, wurde dieser Schritt "aus Respekt vor der Souveränität der Republik Irak und in Übereinstimmung mit der Forderung des irakischen Parlaments und des Premierministers" unternommen. "Wir respektieren Ihre souveräne Entscheidung, unsere Abreise anzuordnen", heißt es in dem Brief.

Der irakische Premierminister Adel Abdul Mahdi forderte das Parlament am Sonntag auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Präsenz ausländischer Truppen im Land zu beenden, ein Schritt, den er als "das Beste für den Irak im Prinzip und in der Praxis" bezeichnete.

Die irakischen Parlamentarier wiederum verabschiedeten am selben Tag eine Resolution, die die Präsenz ausländischer Truppen, einschließlich des Militärs der von den USA geführten Koalition, auf ihrem Territorium beendet.

Es wird geschätzt, dass sich derzeit etwa 5.200 US-Soldaten auf irakischem Gebiet befinden. Sollten die USA ihre Truppen aus dem Irak abziehen, werden sie ihre 17-jährige militärische Präsenz in diesem Land beenden. Bereits 2011 zog Washington sein Militär aus dem Irak ab, doch kehrten sie 2014 auf Einladung der irakischen Regierung zurück, um sie im Kampf gegen den islamischen Staat zu unterstützen.

Der Schritt der US-Regierung, ihre Truppen aus dem Irak zu verlegen, erfolgt nach dem Luftangriff vom 2. Januar, bei dem Qassem Soleimani, Kommandant der Quds-Einheiten, dem Arm der iranischen Revolutionsgarde für Operationen im Ausland, sowie Abu Mahdi al-Muhandis, Chef der sogenannten Volksmobilmachungskräfte und Kommandeur der Kataib-Hezbollah-Miliz, getötet wurden.

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