Nahost

US-Sanktionen greifen nicht: Iran möchte russische Suchoi-Passagierflugzeuge kaufen

Moskau hat auf der Luftfahrtmesse "Eurasia Airshow" eine Absichtserklärung mit Teheran über die Lieferung von 40 Passagierflugzeugen des Typs Suchoi Superjet 100 (SSJ 100) unterzeichnet. Das teilte Suchoi-Präsident Alexander Rubzow am Donnerstag mit.
US-Sanktionen greifen nicht: Iran möchte russische Suchoi-Passagierflugzeuge kaufenQuelle: Reuters

Der Iran werde die neue SSJ100R-Version des Flugzeugherstellers bis 2022 erhalten, heißt es von Suchoi. Ursprünglich hatten beide Parteien einen Deal über 100 Flugzeuge in Betracht gezogen, aber dafür war die Genehmigung des US-Amtes für Auslandsvermögenskontrolle nötig, da der Superjet über Komponenten aus den USA verfügt.

Suchoi hat den Anteil solcher Komponenten inzwischen auf weniger als zehn Prozent reduziert. Das macht eine US-Zulassungsanforderung nicht mehr erforderlich. Damit stehen dem Verkauf an den Iran auch keine westlichen Beschränkungen mehr im Wege.

Bisher haben wir mit zwei iranischen Fluggesellschaften (Iran Air Tours und Aseman Airlines) zwei Absichtserklärungen über die Lieferung von 20 Suchoi Superjet-Flugzeugen in der RRJ-95R (SSJ100R) Modifikation für jedes dieser Unternehmen unterzeichnet", sagte Rubzow.

Er fügte hinzu, dass der Vertrag bis Ende 2018 unterzeichnet werde. Der Katalogpreis für ein SSJ100R-Flugzeug beträgt etwa 52 Millionen US-Dollar.

Die Suchoi Superjet 100 ist Russlands neuestes zweimotoriges Regionalverkehrsflugzeug. Es hat den kommerziellen Betrieb im Jahr 2011 aufgenommen. Mehr als 60 Flugzeuge sind bei Fluggesellschaften in Laos, Mexiko und Russland im Einsatz.

Der Iran hat aufgrund der jahrzehntelangen Sanktionen westlicher Länder einen Mangel an modernen Flugzeugen. Lokale Fluggesellschaften sind deshalb auf der Suche nach zuverlässigen Passagierflugzeugen, die für Regionalflüge konzipiert sind.

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