Nahost

Trump enthüllt: USA haben "eine Menge" Waffen an iranische Demonstranten geliefert

In einem Fernsehinterview enthüllte Donald Trump, dass die USA verdeckt Waffen an Demonstranten in Iran während der gewaltsamen Proteste im Januar geliefert hatten. Kurdische Vermittler sollen die Waffen jedoch zurückgehalten haben, anstatt zu versuchen, einen Regimewechsel in Teheran herbeizuführen.
Trump enthüllt: USA haben "eine Menge" Waffen an iranische Demonstranten geliefert© Urheberrechtlich geschützt

Die USA hätten im Januar während der Unruhen "eine Menge" Waffen an iranische Demonstranten geliefert, sagte Präsident Donald Trump gegenüber Fox News.

Die Demonstrationen, die ursprünglich durch wirtschaftliche Missstände ausgelöst und von Gewalt überschattet wurden, wurden damals von Trump offen angeheizt. Anfang Januar drohte er den iranischen Behörden mit Vergeltungsmaßnahmen, falls diese die Unruhen niederschlugen. Zwei Wochen später rief der US-Präsident zum Umsturz in Iran auf und versprach den Demonstranten, dass "Hilfe unterwegs" sei.

Teheran bezeichnete die Demonstrationen als von ausländischen Mächten angezettelt und beschuldigte die USA und Israel, die Proteste zu schüren. Bewaffnete Provokateure seien für tödliche Zusammenstöße verantwortlich.

In einem Telefoninterview am Sonntag sagte Trump dem Reporter Trey Yingst, Washington habe verdeckt versucht, Demonstranten zu bewaffnen. Er behauptete, der Plan sei weitgehend wirkungslos geblieben, da kurdische Mittelsmänner die Waffen angeblich behalten hätten, anstatt sie auszuliefern.

In der Anfangsphase der iranischen Proteste lobte der frühere CIA-Chef Mike Pompeo – der in Trumps erster Amtszeit die Kampagne des "maximalen Drucks" gegen Iran leitete – die Ausschreitungen und übermittelte seine Grüße an die Demonstranten und "jeden Mossad-Agenten, der neben ihnen geht".

Mitte März berichtete die New York Times, der israelische Geheimdienst Mossad habe in der Anfangsphase des Kriegs gegen Iran versucht, die iranische Opposition zu mobilisieren.

Berichten zufolge legte der Mossad-Chef David Barnea der Trump-Administration im Januar einen Destabilisierungsplan vor. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hob den Optimismus des Geheimdienstes hervor, um Trump für ein militärisches Eingreifen zu gewinnen.

Doch anstatt durch einen Massenaufstand und gezielte Attentate auf iranische Führungskräfte gestürzt zu werden, festigte Teheran seine Macht. Auch eine von Trump befürwortete kurdische Offensive in Iran blieb aus.

Die USA haben eine lange Geschichte der Waffenlieferungen an Gruppen, die ihren strategischen Zielen dienen. In den 1980er-Jahren unterstützte die CIA dschihadistische Aufständische in Afghanistan im Kampf gegen die sowjetischen Streitkräfte. In jüngerer Zeit genehmigte die Obama-Regierung das CIA-Programm "Timber Sycamore" in Syrien, das dazu dienen sollte, "gemäßigten Rebellen" beim Sturz der Regierung in Damaskus zu helfen, was letztendlich jedoch radikale islamistische Gruppierungen stärkte. Im Rahmen dieser Operation wurden die Terrororganisation Al-Qaida sowie andere dschihadistische Gruppen bewaffnet, wie die derzeitige Direktorin der nationalen Nachrichtendienste der USA, Tulsi Gabbard, im Januar letzten Jahres in einer Senatsanhörung aussagte. 

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