Nahost

Bericht: Ankara appelliert an arabische Golfstaaten, sich nicht am Krieg gegen Iran zu beteiligen

Nach Angaben der Nachrichtenagentur "Bloomberg" arbeitet die Türkei derzeit aktiv daran, die arabischen Golfstaaten daran zu hindern, sich am Konflikt gegen Iran zu beteiligen. Die türkische Seite argumentiert, dass die Beteiligung dieser Länder an dem Konflikt einen regionalen Krieg verursachen könnte.
Bericht: Ankara appelliert an arabische Golfstaaten, sich nicht am Krieg gegen Iran zu beteiligen© Urheberrechtlich geschützt

Ankara bemühe sich, die Beteiligung der arabischen Golfstaaten am Krieg Israels und der USA gegen Iran zu vereiteln, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. 

Wie es heißt, habe die Türkei die Staaten am Persischen Golf dazu aufgerufen, zurückhaltend zu agieren. Dabei handelt es sich um die Länder, die von iranischen Attacken betroffen sind. 

Die Türkei habe ihre diplomatischen Bemühungen intensiviert. Der Außenminister Hakan Fidan hat Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar besucht sowie Telefongespräche mit weiteren regionalen Partnern geführt. 

Laut den mit der Situation vertrauten Quellen "verlieren die mächtigsten Staaten – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – die Geduld", nachdem Objekte wie Häfen, Energieanlagen und Flughäfen von den iranischen Schlägen getroffen worden seien. 

Nach Angaben der Quellen würden sich diese Länder dem Krieg anschließen, sollte Iran seine Drohungen wahr machen und lebenswichtige Energie- und Wasserinfrastruktur am Golf angreifen.

Nach einer Kabinettsitzung am Dienstag erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan in einer Rede:

"Wir wollen auf keinen Fall, dass sich der Krieg zu einem Zermürbungskrieg zwischen den Ländern der Region entwickelt. […] Gerade Vergeltungsmaßnahmen gegen die Länder am Golf bergen ein solches Risiko."

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