Nahost

Iran-Krieg: Haustiere in Dubai werden zurückgelassen oder eingeschläfert

Vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs waren die Vereinigten Arabischen Emirate ein Magnet für Ausländer. Viele Expats ließen sich etwa in Dubai mit ihren Haustieren nieder. Die Kampfhandlungen lösten eine Massenflucht aus, die viele Katzen und Hunde ausklammerte.
Iran-Krieg: Haustiere in Dubai werden zurückgelassen oder eingeschläfert© Urheberrechtlich geschützt / Jerry Mc / iStock

Der Krieg gegen Iran, den Israel und die USA entfesselt haben, ist nicht nur eine menschliche Tragödie. Hunde und Katzen fallen ebenfalls dem Konflikt zum Opfer, wenn auch auf eine indirekte Weise. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die von Raketen- und Drohnenangriffen aus der Islamischen Republik betroffen sind, schlagen Tierärzte und Tierheime Alarm. Ausländer, die jahrelang etwa in Dubai gelebt und gearbeitet haben, fliehen jetzt massenhaft aus der ehemaligen Traummetropole, ohne ihre Haustiere mitzunehmen.

Wie die britische Zeitung The Telegraph berichtet, sind Tierheime in den VAE inzwischen überfüllt. Einige können keine Hunde und Katzen mehr aufnehmen. Tierschützer berichten über eine beispiellose Zunahme der Zahl ausgesetzter Vierbeiner, die jetzt durch die Stadt streunen und sich in die umliegende Wüste verirren. Einige Herrchen und Frauchen bitten sogar Tierärzte darum, ihre gesunden vierbeinigen Lieblinge einzuschläfern.

Das Blatt beruft sich unter anderem auf Initiativen wie K9 Friends Dubai und The Barking Lot. Ihre Mitarbeiter seien durch zu viele Anrufe überfordert, heißt es. Eine namentlich nicht genannte freiwillige Helferin spricht von bis zu fünf Anrufen pro Tag, bei denen Tierbesitzer drohten, ihre Hunde oder Katzen ohne Weiteres auf der Straße auszusetzen, wenn man diese nicht aufnehme. Es habe bereits Fälle gegeben, wo verlassene Hunde an Straßenlaternen angebunden und Katzen in ihren Transportboxen mit einem Abschiedsbrief abgestellt worden seien.

Die Tierschutzorganisation War Paws, die in Konfliktgebieten tätig ist, bezeichnet eine solche Behandlung von Vierbeinern in einem so wohlhabenden Land für "unfassbar". Das Aussetzen von Haustieren an der Grenze oder auf der Straße sei nicht zu rechtfertigen. Die Direktorin der karitativen Initiative, Louise Hastie, hat die VAE-Regierung aufgefordert, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um für die verlassenen Hunde und Katzen zu sorgen. Mit Blick auf die Situation in den VAE wird Hastie mit den Worten zitiert:

"Das ist nicht nur dort ein Problem. Das geschieht auch im Irak und in der Ukraine. Manche Leute gehen mit ihren Haustieren einfach nicht so um, wie wir es tun."

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit ihren Angriffen auf Iran begonnen. Das erklärte Ziel der militärischen Aggression war es, die angeblichen "Bedrohungen" durch die Führung in Teheran zu beseitigen. Bei den Attacken wurde das Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Modschtaba Chamenei. Als Reaktion auf das militärische Vorgehen Israels und der USA begann Iran, unter anderem die US-Stützpunkte in seinen Nachbarländern mit Raketen und Drohnen anzugreifen. Dies führte zu massiven Störungen beim internationalen Luftverkehr. Viele Länder mussten ihre Bürger aus den Golfstaaten evakuieren.

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