
Medien: Iran identifiziert Verantwortliche für Angriff auf Mädchenschule in Minab

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge die Verantwortlichen für den Angriff auf eine Mädchenschule in der Stadt Minab im Süden des Landes identifiziert. Dies berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars News Agency unter Verweis auf "informierte Quellen".
Demnach seien die Identitäten der Piloten, ihre Staatsangehörigkeit sowie die Luftwaffenbasis, von der sie gestartet sind, mit Genauigkeit festgestellt worden. Namen oder weitere Details veröffentlichte die Agentur jedoch nicht. Den Quellen zufolge werden derzeit "notwendige Maßnahmen für eine harte und entschlossene Antwort auf dieses Verbrechen" vorbereitet.

Der Angriff ereignete sich am 28. Februar, als die USA und Israel nach iranischen Angaben eine groß angelegte Militäraktion gegen Ziele im Iran begonnen hatten. In der ersten Phase der Angriffe wurde auch die Grundschule für Mädchen "Shajareh Tayyebeh" in Minab getroffen.
Zunächst war von 165 getöteten Schülerinnen die Rede. Später erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi, dass die Zahl der Opfer des Angriffs der USA und Israels auf eine Mädchenschule in Minab auf 171 Mädchen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren gestiegen sei. Zudem gebe es Berichte über getötete Lehrkräfte.
Analysen von Satellitenbildern deuten darauf hin, dass neben der Schule auch weitere Gebäude in der Umgebung getroffen wurden. Darüber berichtete unter anderem der US-Sender NPR unter Bezugnahme auf drei Experten, die die Aufnahmen ausgewertet haben. Dem Bericht zufolge traf der Angriff zudem ein Krankenhaus und mehrere umliegende Gebäude. Auf den Bildern seien deutliche Einschlagsspuren zu erkennen.
Jeffrey Lewis, Experte für Satellitenbildanalyse am Middlebury College, erklärte, die Spuren wirkten wie ein präziser Luftschlag. "Fast alle Gebäude des Komplexes sind getroffen worden", sagte er und sprach von einer "sehr genauen Zielerfassung". Den Analysen zufolge befanden sich die Schule und die medizinische Einrichtung in unmittelbarer Nähe zu Anlagen der iranischen Revolutionsgarden. Einige Experten halten es daher für möglich, dass ein militärisches Ziel in der Umgebung angegriffen werden sollte.
Die USA weisen eine gezielte Attacke auf zivile Einrichtungen jedoch zurück. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, Washington untersuche die Berichte über den Vorfall. "Wir wählen niemals zivile Ziele für Angriffe aus", sagte er.
International hat der Angriff scharfe Reaktionen ausgelöst. Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte unter der Leitung von Volker Türk forderte eine umfassende Untersuchung. Nach Angaben der Vereinten Nationen könnte der Angriff ein Kriegsverbrechen darstellen.
In Minab fanden inzwischen große Trauerzeremonien für die Opfer statt, an denen Tausende Menschen teilnahmen.
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