Nahost

Meloni: Luftabwehrhilfe für Golfstaaten – Italien bleibt defensiv

Italien liefert den Golfstaaten Luftabwehrsysteme. Premier Meloni betont, dass es defensive Hilfe sei, und kein Kriegseinsatz. Der Schutz von Italienern und Soldaten in der Region hat Priorität. Zudem sollen Marinekräfte nach Zypern entsandt werden.
Meloni: Luftabwehrhilfe für Golfstaaten – Italien bleibt defensivQuelle: Gettyimages.ru © Marco Iacobucci/SOPA Images/LightRocket

Italien wird den Staaten des Persischen Golfs Unterstützung im Bereich der Luftabwehr bieten. Dies kündigte die Premierministerin Giorgia Meloni in einem Interview mit dem Radiosender RTL 102.5 an:

"Wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland will auch Italien den Golfstaaten Hilfe im Bereich Verteidigung, insbesondere bei der Luftabwehr, leisten. Es geht ausschließlich um defensive Zusammenarbeit. Auf den Militärbasen, die den USA zur Nutzung überlassen sind, werden keine Bombardierungen durchgeführt. Wir halten uns strikt an internationale und bilaterale Abkommen."

Meloni begründete die Entscheidung mit dem Schutz italienischer Staatsangehöriger und Soldaten in der Region. Es gehe nicht nur darum, dass es sich um befreundete Staaten handele, sondern vor allem darum, dass in der Region Zehntausende Italiener leben und etwa 2.000 italienische Soldaten stationiert seien, die geschützt werden müssen. Sie betonte ausdrücklich, dass Italien nicht in den Nahost-Konflikt eingreifen werde.

Die Premierministerin führte die angespannte Lage im Nahen Osten sowie die Drohnenaktivitäten über Zypern auf "Verstöße gegen das Völkerrecht" nach Beginn des Ukraine-Kriegs zurück. Ihrer Ansicht nach begann alles damit, dass Russland als Mitglied des UN-Sicherheitsrats die Grenzen der Ukraine verletzt habe. Dies habe ein Signal gesetzt, dass internationale Regeln nicht mehr gelten, so Meloni.

"Der Krieg ist bereits nach Europa gekommen, und es wäre töricht, das zu leugnen."

Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte zuvor angekündigt, dass Italien Systeme zur Luftabwehr sowie zur Bekämpfung von Drohnen und Raketen an bestimmte strategische Partner im Persischen Golf liefern werde. Zudem sollen italienische Marineeinheiten nach Zypern entsandt werden, um das EU-Mitglied zu schützen. Die Verlegung soll in den kommenden Tagen erfolgen.

Zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij plane, den USA und den Golfstaaten Abfangdrohnen zur Verfügung zu stellen. Diese kostengünstigen Drohnen sollen Schutz vor iranischen Shahed-Drohnen bieten und sind erheblich günstiger als Patriot-Raketen.

Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass das Bündnis bereit sei, im Falle einer Bedrohung durch Iran Artikel 5 anzuwenden. Die NATO werde "jeden Zentimeter" ihres Territoriums schützen, sich jedoch nicht direkt an Operationen gegen Teheran beteiligen. Pentagon-Chef Pete Hegseth präzisierte, dass derzeit keine Grundlage für einen Einsatz von Artikel 5 bestehe.

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