
Gespräche USA-Iran enden ohne Deal ‒ Kriegsgefahr bleibt

Die Nuklearverhandlungen zwischen den USA und Iran am Donnerstag in Genf führten laut Angaben des iranischen Außenministers am Ende der Gespräche zu Verständigungen in einigen Fragen, während andere weiter offenblieben. Eine weitere Gesprächsrunde sei für nächste Woche geplant.
Ein hochrangiger US-Beamter erklärte gegenüber Axios, die Gespräche seien "positiv" verlaufen, gab jedoch zunächst keine weiteren Details bekannt. Das Treffen wurde von vielen in der Regierung Donald Trump als "letzte Chance" für Diplomatie gesehen, bevor Präsident Trump entscheidet, ob ein Krieg begonnen werden soll.

Die Verhandlungen zwischen Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi dauerten mehrere Stunden und fanden in einer Vormittags- und einer Nachmittagssitzung statt.
Die US-Seite sei laut einer mit den Gesprächen vertrauten Quelle von den Positionen Irans in der Vormittagssitzung "enttäuscht" gewesen. Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi, der die Verhandlungen vermittelte, erklärte nach der Vormittagssitzung jedoch, dass "erhebliche Fortschritte" erzielt worden seien. Es bleibt unklar, ob sich die US-Einschätzung nach den gestrigen Treffen am Nachmittag geändert hat. Sollte ihr Bericht an Donald Trump ergeben, dass es keinen Durchbruch gab, würde dies eine militärische Option wahrscheinlicher machen.
Sowohl Araghtschi als auch Badr al-Busaidi erklärten, die nächsten Schritte seien Konsultationen in Washington und Teheran, gefolgt von technischen Gesprächen zwischen Nuklearexperten in Wien. Araghtschi kündigte zudem eine "vierte Verhandlungsrunde" für die kommende Woche an.
Die Iraner legten während der Vormittagssitzung ihren mit Spannung erwarteten Entwurf für ein Nuklearabkommen vor. In der Pause erklärte ein iranischer Beamter gegenüber Al Jazeera, dass Iran die Idee abgelehnt habe, die Urananreicherung dauerhaft aufzugeben, seine Nuklearanlagen abzubauen und die Uranvorräte aus dem Land zu verlagern.
Der Beamte erklärte, dass der iranische Vorschlag vorsehe, die Uranvorräte auf niedrig angereicherte Mengen zu reduzieren, und dass dies unter Aufsicht der Internationalen Atomenergieorganisation geschehe.
Al-Busaidi erklärte, die Seiten hätten "kreative und positive Ideen ausgetauscht" und "hoffen, weitere Fortschritte zu erzielen".
Die USA gingen mit der Forderung in die Gespräche, dass ein zukünftiges Nuklearabkommen mit Iran dauerhaft in Kraft bleiben müsse. Weitere zentrale US-Forderungen beinhalteten, dass Iran auf seine Vorräte von 10.000 Kilogramm angereicherten Urans verzichte.
US-Vertreter zeigten sich bereit, in gewissem Maße flexibel auf Irans Forderung einzugehen, das Recht zur Urananreicherung zu behalten – jedoch nur, wenn Teheran nachweisen könne, dass es keinen Weg zur Bombe gibt. Abbas Araghtschi erklärte außerdem, dass Iran seine Erwartungen hinsichtlich einer Aufhebung von Sanktionen dargelegt habe.
Ali Schamchani, ein hochrangiger Berater des obersten Führers Ali Chamenei, schrieb am Donnerstag während der laufenden Gespräche in Genf auf X: Sollte das Hauptanliegen der USA die Atombombe sein, stimme dies mit Chameneis Fatwa und Irans Verteidigungsdoktrin "überein" – und ein sofortiges Abkommen sei in Reichweite. "Abbas Araghtschi hat ausreichende Unterstützung und Autorität für dieses Abkommen", schrieb Schamchani.
اگر مسئله اصلی مذاکرات،عدم ساخت سلاح هسته ای از سوی ایران باشد،این امر منطبق بر #فتوای_رهبری و #دکترین_دفاعی_ایران بوده و توافق فوری در دسترس است. #دکتر_عراقچی از حمایت و اختیار کافی برای این توافق برخوردار است.
— علی شمخانی (@alishamkhani_ir) February 26, 2026
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