
Bericht: Großbritannien blockiert US-Militärstützpunkte für Angriffe auf Iran

US-Präsident Donald Trump ist frustriert über Großbritanniens Zögern, Washington die Nutzung seiner Militärbasen für einen Angriff auf Iran zu gestatten, wie mehrere Medien berichteten.
Am Donnerstag setzte Trump Teheran eine zehntägige Frist für den Abschluss eines Atomabkommens mit Washington und erklärte, dass "schlimme Dinge passieren" würden, sollten die Iraner dies nicht tun. Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund von Berichten über die Stationierung zweier US-Flugzeugträgergruppen und den weiteren Ausbau der US-Truppenpräsenz in der Region.
Die Times berichtete am selben Tag, dass die britische Regierung weiterhin zögert, US-Präventivschläge gegen Iran vom Marinestützpunkt Diego Garcia auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean und dem Luftwaffenstützpunkt Fairford in Gloucestershire aus zu genehmigen. Grund dafür seien Bedenken, dass diese Angriffe der britischen Auslegung des Völkerrechts widersprechen würden.

Großbritannien vertrete die Auffassung, dass der Einsatz von Gewalt nur in Notwehr zulässig sei, wenn ein Land einem tatsächlichen oder unmittelbar bevorstehenden Angriff ausgesetzt ist, so die Zeitung. Diese Haltung hinderte Großbritannien nicht daran, sich an den von den USA angeführten Invasionen im Irak und in Afghanistan zu beteiligen oder Bombenangriffe in Libyen und Syrien durchzuführen.
Britische Regierungsquellen teilten dem Guardian mit, dass London die Meinungsverschiedenheit über die Militärbasen als Grund für Trumps plötzliche Kehrtwende beim britischen Abkommen zur Übergabe des Chagos-Archipels an Mauritius ansieht. London beharrt darauf, dass die Übergabe aus Sicherheitsgründen unerlässlich sei und einen kostspieligen Rechtsstreit um das Gebiet vermeiden würde.
Am Dienstag erklärte das US-Außenministerium, es unterstütze das Abkommen vom Mai 2025, das Großbritannien die Kontrolle über eine Basis auf der Insel Diego Garcia für zunächst 99 Jahre zu einem Gesamtwert von 3,9 Milliarden US-Dollar sichert.
Am darauffolgenden Tag schrieb der US-Präsident jedoch in einem Beitrag auf Truth Social, Großbritannien solle den Archipel nicht aufgeben, da dies "eine Schande für unseren großen Verbündeten" wäre.
Es "könnte notwendig sein", dass Washington die britischen Basen nutze, "um einen potenziellen Angriff" Irans abzuwehren, der sich auch gegen Großbritannien richten könnte, schrieb Trump und implizierte damit, dass Londons Beteiligung an der Operation völlig legal wäre.
Der iranische UN-Gesandte Amir Saeid Iravani bekräftigte am Donnerstag, dass Iran "keinen Krieg beginnen", aber auf einen Angriff entschlossen reagieren werde.
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