
Trump prüft begrenzte Militärschläge gegen Iran, um Atomdeal zu erzwingen

Präsident Trump erwägt einen zunächst begrenzten Militärschlag gegen Iran, um das Land zu zwingen, seine Forderungen für ein Atomabkommen zu erfüllen. Dies berichtete das Wall Street Journal am Freitag. Dieser erste Schritt soll Teheran unter Druck setzen, würde jedoch unterhalb der Schwelle eines umfassenden Angriffs bleiben, der eine massive Vergeltung auslösen könnte.

Der Auftaktangriff, der bei entsprechender Genehmigung bereits innerhalb weniger Tage erfolgen könnte, würde sich nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen gegen einige wenige militärische oder staatliche Einrichtungen richten. Sollte sich Iran weiterhin weigern, Trumps Anweisung zur Beendigung seiner Urananreicherung nachzukommen, würden die USA mit einer breit angelegten Kampagne gegen Einrichtungen der islamischen Republik reagieren – möglicherweise mit dem Ziel, die Führung in Teheran zu stürzen.
Die Option eines ersten begrenzten Schlags, über die bislang nicht berichtet wurde, deutet darauf hin, dass Trump bereit sein könnte, militärische Gewalt nicht nur als Strafmaßnahme für das Scheitern eines Deals einzusetzen, sondern auch, um den Weg für ein aus US-Sicht akzeptables Abkommen zu ebnen. Einem der Informanten zufolge könnte Trump die Angriffe schrittweise ausweiten – beginnend mit begrenzten Schlägen, gefolgt von größeren Attacken –, bis der iranische Staat entweder sein Atomprogramm einstellt oder zusammenbricht.
Es ließ sich nicht feststellen, wie ernsthaft Trump diese Option nach wochenlangen Beratungen in Betracht zieht, wenngleich ranghohe Berater sie ihm wiederholt vorgelegt haben. Zuletzt hätten sich die Diskussionen laut Regierungsvertretern stärker auf umfangreichere militärische Kampagnen konzentriert.
Am Donnerstag erklärte Trump, er werde innerhalb von zehn Tagen über sein weiteres Vorgehen gegenüber Iran entscheiden. Später sagte er vor Reportern, sein Zeitrahmen betrage maximal etwa zwei Wochen. "Wir werden einen Deal machen oder auf die eine oder andere Weise einen Deal bekommen", sagte er.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, wollte sich nicht dazu äußern, welchen Kurs die USA einschlagen würden, und erklärte: "Nur Präsident Trump weiß, was er möglicherweise tun wird oder nicht."
Trumps Überlegungen zu einem zunächst kleineren Schlag erinnern an eine Debatte, die der Präsident bereits in seiner ersten Amtszeit über einen sogenannten "bloody nose"-Angriff gegen Nordkorea führte. Im Jahr 2018, während einer Phase verschärfter atomarer Drohgebärden zwischen Washington und Pjöngjang, erwog die erste Trump-Regierung einen begrenzten Präventivschlag gegen Nordkorea. Dieser Schritt sollte verdeutlichen, wie ernst es den USA mit der Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms war.
Iranische Vertreter haben unterdessen damit gedroht, auf jede Form US-amerikanischer Angriffe mit maximaler Härte zu reagieren. In einer Reihe von Beiträgen in sozialen Medien erklärte Irans Oberster Führer, Ali Chamenei, am Dienstag, seine Streitkräfte könnten einen US-Flugzeugträger versenken und das amerikanische Militär "so hart treffen, dass es nicht wieder aufstehen kann".
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