
Nach Treffen mit Netanjahu: Trump setzt offenbar auf Verhandlungen mit Iran

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass er nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu keine "endgültige" Vereinbarung darüber erzielt habe, wie mit Iran weiter verfahren werden solle. Er betonte aber, dass die Verhandlungen mit Teheran fortgesetzt werden sollen, um zu sehen, ob ein Deal möglich ist.

"Es wurde nichts Definitives vereinbart, außer dass ich darauf bestanden habe, die Verhandlungen mit Iran fortzusetzen, um zu sehen, ob ein Abkommen zustande kommen kann. Wenn ja, werde ich dem Premierminister mitteilen, dass dies meine Präferenz ist. Wenn nicht, müssen wir einfach abwarten, wie sich die Lage entwickelt", schrieb Donald Trump nach dem Treffen mit Netanjahu auf Truth Social.
Trump merkte an, dass Iran vor dem Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Juni beschlossen hatte, kein Abkommen mit den USA zu schließen. "Das hat sich für sie nicht ausgezahlt. Hoffentlich werden sie dieses Mal vernünftiger und verantwortungsbewusster sein", schrieb der US-Präsident.
Netanjahu wollte Trump dazu bringen, die diplomatischen Gespräche mit Iran über das Atomprogramm hinaus auszuweiten – insbesondere um Beschränkungen des Raketensystems und die Unterstützung von Milizen wie Hamas und Hisbollah einzuschließen. Es gibt allerdings keine Hinweise darauf, dass Trump diesen Forderungen zugestimmt hat.
Bei ihrem siebten Treffen, das mehr als zweieinhalb Stunden dauerte und für die Presse geschlossener war als üblich, machten beide Seiten keine großen Durchbrüche öffentlich. Trump bezeichnete das Treffen als "sehr gut", sagte aber, dass keine bedeutenden Entscheidungen getroffen worden seien. Er bekräftigte, dass weiter verhandelt werde.
In den vergangenen Wochen haben die USA ihre militärische Präsenz in der Region unter anderem mit dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" verstärkt. Ein zweiter Flugzeugträgerverband könnte sich ihm gegebenfalls anschließen. Laut Informationen des Wall Street Journals befinden sich zudem weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader bereits in der Golfregion. Trump habe jedoch noch keinen offiziellen Einsatzbefehl erteilt und die Pläne könnten sich noch ändern.
Zuvor hatten mehrere israelische Medien berichtet, Netanjahus Regierung halte einen erneuten Krieg mit dem Erzfeind für unvermeidlich und letztlich nur eine Frage der Zeit. Als Grund wurde die unnachgiebige Haltung Teherans bei den Verhandlungen genannt.
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