Nahost

Liveticker US-Israel-Krieg gegen Iran – Araghchi: Für Trump "America First" nun "Israel First"

Liveticker US-Israel-Krieg gegen Iran – Araghchi: Für Trump "America First" nun "Israel First"© Screenshot X/ChristiaanTriebert
  • 28.02.2026 15:30 Uhr

    15:30 Uhr

    Zahl der Todesopfer nach Raketeneinschlag in Mädchenschule auf mindestens 60 gestiegen

    Die Zahl der Todesopfer infolge eines Raketeneinschlags im Kreis Minab in der Provinz Hormozgan im Süden Irans ist offiziellen Angaben zufolge auf "über 60" gestiegen. Die Zahl der Verletzten wird inzwischen mit mehr als 80 angegeben.

    Der stellvertretende Bildungsminister Irans, Hossein Kermanpour, veröffentlichte die aktualisierten Zahlen auf X und ergänzte, dass "nur Gott weiß", wie viele Opfer noch aus den Trümmern geborgen werden.

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kommentierte den Vorfall auf X wie folgt:

    "Das zerstörte Gebäude ist eine Grundschule für Mädchen im Süden Irans. Es wurde am helllichten Tag bombardiert, als es voller junger Schülerinnen war. Dutzende unschuldige Kinder wurden allein an diesem Ort ermordet. Diese Verbrechen gegen das iranische Volk werden nicht ungestraft bleiben."

  • 14:52 Uhr

    Kiesewetter begrüßt Angriff auf Iran

    Der CDU-Kriegsfalke Roderich Kiesewetter schätzt den Angriff Israels und der USA gegen Iran als gerechtfertigt ein. Im Gespräch mit Tagesschau24, dem Nachrichtensender der ARD, sagte Kiesewetter:

    "Der Iran hat drei Dinge nicht gemacht: Erstens hat er das Existenzrecht Israels nach wie vor nicht anerkannt, zweitens setzt er weiter auf Nuklearaufbau, also militärische nukleare Nutzung, und drittens werden ballistische Raketen hergestellt, die die gesamte Region bedrohen."

    Alle Verhandlungen seien erfolglos gewesen, so der Bundestagsabgeordnete weiter, und der Angriff sei "jetzt die Konsequenz, die der Iran zu tragen hat". Es sei in "unserem Interesse und auch im Interesse von 90 Millionen Iranern", dass man Iran nun "eindämmen will".

  • 14:18 Uhr

    Araghtschi: Trump hat "America First" in "Israel First" umgewandelt

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich am späten Vormittag auf X zu Wort gemeldet, nachdem sein Land in den frühen Morgenstunden von Israel mit der militärischen Unterstützung Washingtons angegriffen worden war.

    Araghtschi geht in seinem Kommentar auf die sinkenden Umfragewerte Trumps ein und erinnert an einen älteren Trump-Tweet aus dem Jahr 2012:

    "Der Krieg von Netanjahu und Trump gegen Iran ist völlig unprovoziert, illegal und unrechtmäßig. Trump hat 'America First' in 'Israel First' verwandelt – was immer 'America Last' bedeutet. Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen."

    Trump hatte im Jahr 2012 über die Umfragewerte des damaligen US-Präsidenten Barack Obama geschrieben:

    "Jetzt, wo Obamas Umfragewerte im Sturzflug sind, muss man damit rechnen, dass er einen Angriff auf Libyen oder den Iran startet. Er ist verzweifelt."

    Irans Außenminister bekräftigte laut einer Agenturmeldung, dass sein Land sich weiterhin verteidigen werde. Diese Aussage erfolgte während eines Telefonats mit dem irakischen Außenminister Fuad Hussein am Samstagvormittag, in dem dieser "die feste Haltung Iraks bekräftigte, die Eskalation militärischer Handlungen abzulehnen", so die jeminitische Agentur Saba News Agency.

    Hussein erklärte demnach, dass "Krieg kein Mittel zur Lösung von Problemen sein kann und Dialog und Deeskalation den besten Weg darstellen, um Krisen zu bewältigen und die Sicherheit und Stabilität der Region zu gewährleisten".

    Araghtschi betonte, dass sein Land unter Berufung auf sein Recht auf Selbstverteidigung seine militärischen Maßnahmen fortsetzen werde. Er kündigte an, dass die iranische Antwort weiter die in der Region stationierten US-Militärbasen ins Visier nehmen werde.

  • 13:47 Uhr

    Video: Tel Aviv: Israelische Luftabwehr im Einsatz

    Explosionen und Sirenen waren zu hören, als die israelische Luftabwehr versuchte, Raketen über Tel Aviv abzuschießen. Die iranische Revolutionsgarde meldete, dass die "erste Welle" von "weitreichenden Raketen- und Drohnenangriffen" gegen Israel angelaufen sei.

    Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew hat die jüngsten Luftangriffe seitens Washingtons und Tel Avivs gegen Iran verurteilt. Medwedew betonte, dass alle jüngsten Verhandlungen mit Iran lediglich "eine Tarnoperation waren".

    Die deutsche Bundesregierung berief aufgrund der Ereignisse den Krisenstab ein.

  • 13:24 Uhr

    Berlin: Anti-Teheran-Demonstration bindet Polizeikräfte

    Mit Blick auf eine für den heutigen Nachmittag angekündigte Iran-Demonstration in Berlin-Mitte sowie die gesamte Lage in Berlin seien vorsorglich Einsatzkräfte mobilisiert worden, so eine Sprecherin der Polizei laut einer Agenturmeldung. Weiter heißt es seitens der Behörde:

    "Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden."

    Aufgrund der jüngsten Ereignisse rechne die Polizei mit einer höheren Teilnehmerzahl bei der Demonstration, die am Samstag um 14 Uhr am Potsdamer Platz starten soll.

    Die Kundgebung mit dem Namen "Freiheit für Iran" war bereits vor dem Militärschlag von Samstagmorgen angemeldet. Erwartet werden bei dem Protestzug demnach bis zu 3.000 Teilnehmer. Der Zug soll über das Brandenburger Tor bis vor die nahegelegene US‑Botschaft führen.

    "Wir gehen davon aus, dass mehr Menschen kommen werden als die angemeldeten 3.000, und sind entsprechend vorbereitet", erklärte Polizeisprecherin Jane Berndt gegenüber dem Tagesspiegel.

    Rund 300 Einsatzkräfte seien vor Ort eingeplant, weitere stünden in Bereitschaft. Es sei zudem denkbar, dass im Laufe des Tages weitere Versammlungen angemeldet werden, so Berndt. Zudem würden jüdische Einrichtungen in der Stadt erhöhte Polizeipräsenz erfahren.

  • 12:56 Uhr

    VAE-Verteidigungsministerium: Iranischer Angriff erfolgreich abgewehrt

    Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat bekannt gegeben, dass die VAE heute "einem offensichtlichen Angriff mit iranischen ballistischen Raketen ausgesetzt" waren. Die eingesetzten Luftabwehrsysteme hätten jedoch den Angriff "mit hoher Effizienz bekämpft und eine Reihe von Raketen erfolgreich abgefangen", so die offizielle Mitteilung.

    Die lokalen Behörden müssten sich nun "um den Absturz einiger Raketenreste in einem Wohngebiet kümmern, der zu einigen Sachschäden führte". Weiter heißt es wörtlich:

    "Durch die herabfallenden Trümmer kam ein Zivilist mit asiatischer Staatsangehörigkeit ums Leben. Die Behörden bestätigten, dass die Sicherheitslage in den VAE weiterhin stabil ist und alle betroffenen Stellen die Entwicklungen rund um die Uhr beobachten."

    Das Ministerium verurteilte den iranischen Angriff aufs Schärfste. Es betonte, dass solche Handlungen wörtlich "eine gefährliche Eskalation und einen feigen Akt darstellen, der die Sicherheit der Zivilbevölkerung bedroht und die Stabilität untergräbt".

    Das Ministerium erklärte weiter, dass der Angriff eine eklatante Verletzung der nationalen Souveränität und des Völkerrechts darstelle, und bekräftigte, dass die VAE sich das uneingeschränkte Recht vorbehalten, auf diese Eskalation zu reagieren.

  • 12:30 Uhr

    Russlands Außenministerium fordert sofortige Rückkehr zur politisch-diplomatischen Regulierung des Konflikts

    Das russische Außenministerium hat am Sonnabendmittag in einer Erklärung die militärische Eskalation des Konflikts im Mittleren Osten und die Luftangriffe Israels und der USA auf Iran verurteilt.

    Der Umfang und die Art der militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen, die diesem "unüberlegten Schritt" vorausgingen, heißt es in der Erklärung, ließen keinen Zweifel daran, dass es sich dabei "um einen im Voraus geplanten und unprovozierten Akt der bewaffneten Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedstaat der Vereinten Nationen" handelt, der gegen grundlegende Prinzipien und Normen des Völkerrechts verstößt.

    Verurteilenswert sei auch die Tatsache, dass die Angriffe erneut "unter dem Deckmantel des wieder aufgenommenen Verhandlungsprozesses" durchgeführt werden, der angeblich eine langfristige Normalisierung der Lage um die Islamische Republik gewährleisten sollte. Der Angriff widerspreche zudem den Signalen, die der russischen Seite übermittelt wurden, wonach die Israelis kein Interesse an einer militärischen Konfrontation mit Iran hätten. Statt sich daran zu halten, haben Washington und Tel Aviv "erneut ein gefährliches Abenteuer begonnen, das die Region rasch einer humanitären, wirtschaftlichen und möglicherweise auch nuklearen Katastrophe näher bringt".

    Die Absichten der Aggressoren, vermutet das Außenministerium in Moskau, seien "klar und werden von ihnen ganz offen erklärt: Sie wollen die verfassungsmäßige Ordnung zerstören und die Führung eines ihnen unliebsamen Staates beseitigen, der sich geweigert hat, sich ihrem Machtdiktat und Hegemonialismus zu unterwerfen." Die Verantwortung für die negativen Folgen dieser von Menschenhand verursachten Krise, einschließlich einer unvorhersehbaren Kettenreaktion und einer Eskalation der Gewalt, liege vollständig bei ihnen.

    Das Außenministerium richtete einen Appell an die internationale Gemeinschaft und internationale Organisationen:

    "Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Führung der Vereinten Nationen und der IAEA, ist verpflichtet, unverzüglich eine objektive und kompromisslose Bewertung der unverantwortlichen Handlungen vorzunehmen, die auf die Zerstörung des Friedens, der Stabilität und der Sicherheit im Nahen Osten abzielen."

    Die Erklärung schließt mit der Forderung:

    "Wir fordern, dass die Situation unverzüglich wieder in den Rahmen einer politischen und diplomatischen Lösung zurückgeführt wird. Russland ist nach wie vor bereit, auf der Grundlage des Völkerrechts, der gegenseitigen Achtung und des Interessenausgleichs zur Suche nach friedlichen Lösungen beizutragen."

  • 12:20 Uhr

    Luftraum über Iran, Irak und Israel gesperrt

    Israel, Iran und Irak haben ihren Luftraum für den zivilen Flugverkehr gesperrt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Fluggesellschaften haben ihre Flüge in der Region komplett gestrichen.

    Zudem soll ein Teil des syrischen Luftraums entlang der südlichen Grenze des Landes zu Israel für zwölf Stunden gesperrt werden, berichtete die französische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die syrische Zivilluftfahrtbehörde.

    Air France teilte AFP mit, dass die Gesellschaft ihre Flüge von und nach Beirut (Libanon) sowie von und nach Tel Aviv "aufgrund der Sicherheitslage am Zielort" am Samstag vorerst gestrichen habe.

    Auch die deutsche Lufthansa habe Flüge von und zu Städten in der Region ausgesetzt.

    British Airways hat vorsorglich alle Flüge nach Tel Aviv und Bahrain bis zum 3. März gestrichen. Die Fluggesellschaft erklärte in einer Stellungnahme:

    "Wir beobachten die Lage aufmerksam und haben die operative Entscheidung getroffen, unsere Flüge nach Tel Aviv und Bahrain bis einschließlich 3. März zu streichen und den heutigen Flug nach Amman zu streichen."

    Der israelische Fernsehsender Channel 12 berichtet, dass der Flughafen Ben Gurion mindestens bis Montag geschlossen bleiben wird. Die israelische Fluggesellschaft Israir teilt mit, dass alle Flüge von und nach Israel sowie Inlandsflüge bis Montagmorgen gestrichen sind.

  • 12:19 Uhr

    Luftalarm und Explosionen in Jerusalem

    Israel meldet Raketenangriffe aus Iran. In mehreren Regionen wurde der Luftalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Während der Berichterstattung von RT-Reporterin Charlotte Dubenskij aus Jerusalem waren Explosionen zu hören.

  • 12:05 Uhr

    Israelischer Angriff verantwortlich für tote und verletzte Schülerinnen

    Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass ein israelischer Angriff am Vormittag eine Grundschule für Mädchen in Minab getroffen habe. Die Stadt liegt in der Provinz Hormozgan im Süden Irans.

    Fünf Schülerinnen waren laut ersten Meldungen bei der militärischen Attacke ums Leben gekommen. 

    Der Sonderbeauftragte des Bezirks Minab erklärte dann am Vormittag, dass die Zahl der Opfer des Angriffs auf die Grundschule für Mädchen in diesem Bezirk weiter steigt und bis dato "bereits 40 Tote und 48 Verletzte zu beklagen sind", so die Agentur IRNA berichtend.

    [RT-Ergänzung 14.30 Uhr]: Mittlerweile sind 57 Opfer zu bedauern, so Meldungen aus Iran. Der Außenminister kommentierte auf X:

    "Das zerstörte Gebäude ist eine Grundschule für Mädchen im Süden des Iran. Es wurde am helllichten Tag bombardiert, als es voller junger Schülerinnen war. Dutzende unschuldiger Kinder wurden allein an diesem Ort ermordet. Diese Verbrechen gegen das iranische Volk werden nicht ungestraft bleiben."

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