Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Trump greift US-Medien wegen Berichterstattung zum Iran-Krieg an

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Trump greift US-Medien wegen Berichterstattung zum Iran-Krieg an© Urheberrechtlich geschützt

  • 18.05.2026 17:20 Uhr

    17:20 Uhr

    Trump greift US-Medien wegen Berichterstattung zum Iran-Krieg an

    Der US-Präsident hat erneut gegen die Berichterstattung der US-Medien über den Krieg gewettert und in einem Beitrag auf seiner Plattform "Truth Social" die New York Times, das Wall Street Journal, CNN und "alle anderen Vertreter der Fake-News-Medien" angegriffen.

    Trump schrieb, dass die Medien "mit Schlagzeilen kommen werden, dass Iran einen meisterhaften und brillanten Sieg über die Vereinigten Staaten von Amerika errungen habe, obwohl es nicht einmal knapp war", selbst wenn das Land "kapituliert" und eine vernichtende Niederlage eingesteht. In derselben Stellungnahme beschimpfte er Mitglieder der Demokratischen Partei als "Dumacrats".

    "Die Dumacrats [sic] und die Medien haben völlig den Verstand verloren. Sie sind absolut VERRÜCKT geworden!!!", schrieb Trump.

    In dem Beitrag wurde nicht konkretisiert, welche US-Medienberichte Trumps Zorn auf sich gezogen hatten. Der republikanische Politiker kritisiert jedoch regelmäßig die Berichterstattung über den Krieg der USA und Israels gegen Iran.

  • 14:05 Uhr

    US-Stützpunkte in Deutschland für großangelegte Waffenlieferungen nach Israel genutzt

    In den vergangenen 24 Stunden sollen angeblich umfangreiche Waffen- und Munitionslieferungen über US-Militärstützpunkte in Deutschland mit Dutzenden Transportflugzeugen nach Israel transportiert worden sein.

    Das berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Bezugnahme auf den israelischen Fernsehsender Channel 13. Demnach seien zahlreiche Transportflugzeuge, die aus Israel auf US-Stützpunkten in Deutschland landeten, mit Munition beladen worden, bevor sie kurz darauf nach Israel zurückkehrten.

    Dem Bericht zufolge bleibt die israelische Armee wegen der möglichen Wiederaufnahme von Angriffen auf Iran in höchster Alarmbereitschaft. Es sei bereits ein Zeitplan für den Abschluss der militärischen Vorbereitungen festgelegt worden. Weiter hieß es, innerhalb der israelischen Regierung wachse die Überzeugung, dass US-Präsident Donald Trump bald "grünes Licht" für erneute Angriffe auf Iran geben könnte.

  • 13:02 Uhr

    Bundesregierung unterstellt Teheran indirekt Angriff auf VAE-Kraftwerk

    Ein Drohnenangriff löste am Sonntag einen Brand nahe dem Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) aus, bei dem es keine Verletzten gab.

    Weiterhin ungeklärt ist, woher die insgesamt drei Drohnen kamen, von denen zwei abgeschlossen werden konnten. In ersten Agenturmeldungen hieß es, sie seien aus Richtung der westlichen Grenze gekommen. 

    Zum Wochenbeginn kommentiert das Kanzleramt in Berlin den Vorfall:

    "Die erneuten iranischen Luftschläge gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Partner verurteilen wir scharf. Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region. Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen."

    Die Forderung Berlins lautet, dass Teheran "in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen muss". Zudem soll die Regierung Irans "aufhören, seine Nachbarn zu bedrohen" und die Straße von Hormus "ohne Einschränkungen öffnen".

  • 11:05 Uhr

    Teheran: Islamabad übermittelte "überarbeitete Punkte und Überlegungen" Washingtons

    Im Rahmen stockender Gespräche zwischen den USA und Iran äußert sich der iranische Außenministeriumssprecher Ismail Baghai, am Montag auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz zum Status quo der Wahrnehmungen Teherans.

    Baghai erläuterte zusammenfassend laut der Agentur Irna, dass Washington in der Vorwoche über die Vermittlung Pakistans "eine Reihe überarbeiteter Punkte und Überlegungen" übermittelt habe, nachdem Teheran zuvor "seinen Vorschlag vorgelegt und die USA ihre eigenen Bedenken geäußert hatten", so der Sprecher darlegend.

    Wörtlich gab er weiter zu Protokoll:

    "Letzte Woche erhielten wir, obwohl die amerikanische Seite öffentlich verkündet hatte, dass dieser Plan abgelehnt worden sei, über den pakistanischen Vermittler eine Reihe überarbeiteter Punkte und Überlegungen, die ihre Ansichten widerspiegelten."

    Die politische Führung Irans habe dabei die jüngsten Vorschläge "in den vergangenen Tagen geprüft" und seine Antwort demnach gestern "bereits über denselben [pakistanischen] Kanal an Washington übermittelt". Abschließend lautet das Baqaei-Zitat:

    "Der Prozess wird also über Pakistan fortgesetzt."

  • 08:45 Uhr

    Trump: "Die Uhr tickt" – Teheran bezeichnet jüngste Drohungen als "Torheiten"

    Das letzte Wochenende war im Iran-Konflikt gekennzeichnet durch gegenseitige verbale Attacken seitens Washingtons und Teherans.

    Ausgangspunkt war die schriftliche Drohung durch US-Präsident Donald Trump, der in einem Truth-Social-Beitrag Iran abermals mit erneuten militärischen Schlägen drohte. So heißt es auf X vom Weißen Haus zitiert:

    "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben. Jede Minute zählt!" 

    Die iranische Nachrichtenagentur IRNA zitiert demgegenüber die Aussage von Reza Talaei-Nik, Sprecher des Verteidigungsministeriums, der zu Protokoll gab, dass die Streitkräfte Irans "bestens vorbereitet seien, um jedem neuen potenziellen Angriff der USA und des israelischen Regimes auf das Land entgegenzutreten".

    Abolfazl Shekarchi, leitender Sprecher der iranischen Streitkräfte, erklärte laut IRNA-Meldung am Montagmorgen, dass "die wiederholten Drohungen des 'wahnbefallenen' US-Präsidenten gegen Iran die Probleme Washingtons nur noch verschärfen würden". Weiter wird er mit der unmissverständlichen Mahnung an Washington zitiert:

    "Das Wiederholen jeglicher Torheiten, um die Schande Amerikas im dritten aufgezwungenen Krieg gegen Iran zu kompensieren, wird keine anderen Folgen haben, als dass dieses Land noch vernichtendere und schwerwiegendere Schläge einstecken muss."

  • 17.05.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am Montagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:45 Uhr

    Mindestens acht Tote am Sonntag bei israelischen Angriffen im Libanon

    Der Korrespondent der libanesischen Nachrichtenagentur NNA in Tyros berichtet, dass bei einem israelischen Luftangriff auf die Stadt Jouya drei Menschen getötet wurden.

    Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Todesopfer israelischer Luftangriffe im Libanon heute auf mindestens acht.

    Kurze Zeit davor hatte das libanesische Gesundheitsministerium in seinem täglichen Bericht von mindestens fünf Getöteten gesprochen: in Tayr Felsay waren es drei Tote, darunter ein Kind, und acht Verletzte, in Tayr Debba waren es zwei Tote und drei Verletzte und je zwei Verletzte in az-Zrariyeh und Jebchit.

  • 21:10 Uhr

    VAE melden Drohneneinschlag in AKW-Anlage

    Ein Drohnenangriff soll Angaben der Behörden zufolge am Sonntag einen Brand im Außenbereich des Atomkraftwerks Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verursacht haben. Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), bezeichnete den Vorfall bereits als "inakzeptabel" und forderte "größtmögliche militärische Zurückhaltung in der Nähe von Atomkraftwerken".

    Der Drohneneinschlag und das Feuer trafen den Meldungen zufolge einen elektrischen Generator im Außenbereich der Anlage, der Reaktor selbst war nicht betroffen, auch ist der Austritt von Radioaktivität ausdrücklich ausgeschlossen. Verletzte wurden nicht gemeldet.

    Völlig unklar ist, woher die drei Drohnen kamen, von denen zwei abgeschlossen werden konnten. In ersten Meldungen hieß es, sie seien aus Richtung der westlichen Grenze gekommen. Das Verteidigungsministerium der VAE gab an, Ermittlungen zum Urheber des Angriffs seien im Gange.

  • 16:40 Uhr

    Trotz verlängerter Waffenruhe: Israel attackiert Wohngebiet in Tyros

    Nach einem massiven israelischen Luftangriff am Freitag stehen die Einwohner von Tyros vor Trümmern. Dabei hatten sich Israel und der Libanon kurz zuvor darauf geeinigt, die auslaufende Waffenruhe um weitere 45 Tage zu verlängern. "Dies ist ein reines Wohngebiet, hier gibt es absolut nichts", erzählt ein Mann.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 16:00 Uhr

    Bericht: IStGH beantragt Haftbefehle gegen israelische Minister

    Laut einem Bericht der Zeitung Haaretz hat der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag geheime Haftbefehle gegen hochrangige israelische Beamte beantragt – darunter gegen den Finanzminister Bezalel Smotrich und den Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir. Zudem sollen drei weitere Haftbefehle gegen die Siedlungsministerin Orit Strock sowie gegen zwei namentlich nicht genannte Beamte der israelischen Streitkräfte beantragt worden sein.

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