Nahost

Kreml: Vorschlag zum Abtransport iranischen Urans nach Russland auf dem Tisch

Wird Iran im Rahmen einer neuen Vereinbarung mit den USA sein hochangereichertes Uran nach Russland transportieren, um die Spannungen zu entschärfen? Laut Kreml liegt die Endentscheidung über das Uran bei Teheran.
Kreml: Vorschlag zum Abtransport iranischen Urans nach Russland auf dem Tisch

Russlands Außenministerium erklärte, dass ein russischer Vorschlag zur Abnahme von angereichertem Uran aus Iran weiterhin "auf dem Tisch" liege. Dabei ging es um eine Initiative, wonach Russland das hochangereicherte Uran aus Iran übernehmen könnte, um Besorgnisse der USA und anderer Staaten über Irans nukleare Aktivitäten zu verringern und einen möglichen regionalen Krieg im Nahen Osten abzuwenden.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, betonte jedoch, dass allein Iran darüber entscheiden könne, was mit seinem Uran geschieht, einschließlich der Frage, ob es exportiert werden soll und – falls ja – wohin.

In der Nuklearfrage signalisierten offenbar die iranischen Unterhändler begrenzte Flexibilität. Diskutiert wurden mehrere Optionen, darunter die Übergabe von auf 60 Prozent angereichertem Uran an einen vertrauenswürdigen Drittstaat oder die Herabstufung von auf 60 und 20 Prozent angereichertem Uran auf ein als unbedenklich geltendes Niveau, bevor es an ein regionales oder internationales Konsortium übergeben würde.

Gleichzeitig machte Ali Schamchani, hochrangiger politischer Berater von Irans oberstem Führer Ali Chamenei, deutlich, dass es aus Teherans Sicht "keinen Grund" gebe, angereichertes Uran außer Landes zu bringen.

Die diskutierten Optionen wurden nicht als Zugeständnisse, sondern als vertrauensbildende Maßnahmen dargestellt. Das Konzept eines regionalen Konsortiums soll zudem darauf abzielen, die Nuklearfrage in einen breiteren Kooperationsrahmen einzubetten, anstatt sie allein als bilateralen Konflikt zwischen den USA und Iran zu behandeln.

Ohne Lösung bleiben weiterhin die Gespräche über Irans Raketenprogramm. Den Medien zufolge existieren bislang weder klare Vorschläge noch vereinbarte Mechanismen, was Teherans Haltung widerspiegelt, dass seine Raketenfähigkeiten ein zentrales Element der nationalen Verteidigung darstellen und nicht Gegenstand der Atomverhandlungen seien.

Iran hat die geplanten Gespräche mit den USA von Istanbul in den Oman verlegt. Zur Begründung erklärte die Regierung, die Unterredungen sollten als Fortsetzung früherer Atomgespräche in dem Golfstaat stattfinden. Teheran wolle demnach ausschließlich über sein Atomprogramm verhandeln.

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