
Grenzübergang Rafah zwischen Gaza und Ägypten wieder eröffnet

Israel hat am Montag zum ersten Mal seit rund zwei Jahren den Grenzübergang Rafah für eine Gruppe von verletzten Palästinensern wieder geöffnet. Dabei erfolgen, wie vereinzelt auch in den letzten Monaten kurzzeitig ermöglicht, strenge israelische Sicherheitskontrollen, die damit die Abläufe am Übergang verzögern. Der Grenzübergang Rafah liegt inmitten von Trümmern und Ruinen des Gazastreifens und stellt für mehr als 2 Millionen Restbewohner den einzigen Weg dar, das vollkommen zerstörte Gebiet zu verlassen.
Der Rafah-Grenzübergang, Gazas einziger Ausgang, der nicht durch Israel führt, wurde am Montag vorerst wieder geöffnet. Die gestrige Wiedereröffnung der Grenze zwischen Gaza und Ägypten war in der zweiten Phase des von den USA vermittelten "Waffenstillstands" vorgesehen.

Nach Angaben des ägyptischen Senders Al-Kahira News wurde am Vormittag dann 50 verletzten Palästinensern samt Familienmitgliedern seitens der israelischen Grenzkontrolleure die Erlaubnis erteilt, in das Nachbarland auszureisen. Die gestrige Grenzöffnung habe laut arabischen Medien zunächst reinen Symbolcharakter. So sei für die kommenden Tage zudem vorgesehen, dass "50 Palästinenser aus Ägypten zurück zu ihren Familien in das zerstörte Gebiet reisen dürften", so Al Jazeera.
Weiter heißt es laut Agenturmeldungen zu den geplanten Abläufen:
"Der Personenverkehr soll in einem mehrstufigen Verfahren erfolgen. Ägypten soll laut den israelischen Behörden täglich eine Liste mit Namen vorlegen. Es soll strenge Sicherheitskontrollen geben, an denen auch Mitarbeiter der EU-Mission zur Unterstützung des Grenzschutzes in Rafah beteiligt sind."
Als weiterhin wichtigster Zugangspunkt für humanitäre Hilfsgüter und Ausgangspunkt für Menschen, die auf eine medizinische Evakuierung warten, soll die Grenzöffnung gemäß dem von den Vereinigten Staaten vermittelten "Waffenstillstands" eine neue Normalität einleiten.
Ein israelischer Sicherheitsbeamter bestätigte laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass demnach bereits europäische Überwachungsteams am Grenzübergang eingetroffen seien.
Laut Al Jazeera-Informationen hat das israelische Militär trotz des ausgehandelten Waffenstillstands mit der Hamas "mehr als 500 Palästinenser getötet".
Die UNRWA-Menschenrechtsorganisation ergänzt in einer X-Mitteilung, dass seit Oktober 2023 in den besetzten Gebieten im Westjordanland "ein beispielloses Ausmaß an Gewalt" seitens Israels weiter andauere. So seien "mehr als 1.000 Palästinenser – fast ein Viertel davon Kinder – getötet" worden. Weiter heißt es:
"Die Angriffe israelischer Siedler gehen unvermindert weiter, palästinensische Gemeinden werden ständig eingeschüchtert, entwurzelt und ihrer Lebensgrundlage beraubt."
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