Nahost

US-Kriegsminister: Militär bereit für einen Einsatz gegen Iran

Das US-Militär sei zum Einsatz gegen Iran bereit, falls Präsident Donald Trump den Befehl dazu gebe. Das erklärte US-Kriegsminister Pete Hegseth. Trump hatte zuvor gesagt, er hoffe, er müsse die "sehr schlagkräftigen Schiffe" nicht einsetzen, die derzeit Richtung Iran unterwegs sind.
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US-Kriegsminister Pete Hegseth hat erklärt, das Militär sei vollumfänglich bereit, die Anweisungen von Präsident Donald Trump in Bezug auf Iran umzusetzen, während eine Marineflotte auf die Region zusteuert.

In einer Kabinettssitzung am Donnerstag warnte Hegseth Iran davor, Atomwaffen anzustreben. Teheran wiederum bestreitet, Atomwaffen anzustreben.

"Wir werden bereit sein, alles umzusetzen, was dieser Präsident vom Kriegsministerium erwartet", sagte Hegseth.

Der Verteidigungsminister bezeichnete die jüngste US-Operation zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als Demonstration von Leistungsfähigkeit und Entschlossenheit:

"Das sendet ein klares Signal an alle Hauptstädte der Welt: Wenn Präsident Trump spricht, meint er es ernst."

Trump bezeichnete den Marineeinsatz im Nahen Osten als "massive" und "prächtige Armada", angeführt vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Berichten zufolge ist sie größer als die Flotte, die nach Venezuela entsandt wurde. Mehrere Lenkwaffenzerstörer wurden im Suezkanal und in der Nähe der Straße von Hormus gesichtet, während laut Schiffs- und Flugverfolgungsdaten auch Aufklärungsflugzeuge in dem Gebiet operieren.

"Wir haben derzeit viele sehr große und sehr schlagkräftige Schiffe auf dem Weg in den Iran, und es wäre großartig, wenn wir sie nicht einsetzen müssten", sagte Donald Trump am Donnerstag vor Reportern.

Trotz der militärischen Machtdemonstration erklärte Trump, er plane Gespräche mit der iranischen Führung. Er nannte zwei Forderungen an Teheran:

"Erstens: Kein Atomprogramm. Und zweitens: Stoppt die Tötung von Demonstranten."

Die US-Militärplanung scheint aktiv zu sein. Medienberichten zufolge, die sich auf vertraute Quellen berufen, erwägt Trump verschiedene Optionen, von Angriffen auf iranische Sicherheitskräfte und Nuklearanlagen bis hin zu gezielten Angriffen auf Regierungsbeamte – mit dem Ziel, die regierungsfeindlichen Proteste neu zu entfachen.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte diese Woche vor dem Senat, Iran könne "präventiv" angegriffen werden, falls er eine Bedrohung für US-amerikanische oder verbündete Truppen wahrnehme. Rubio bezeichnete die Islamische Republik als "schwächer denn je", warnte aber, ein Regimewechsel werde komplexer sein als in Venezuela.

Iran zeigt sich indes entschlossen, nicht klein beizugeben. Ein stellvertretender Außenminister erklärte, das Land sei "zu 200 Prozent bereit, sich zu verteidigen" und warnte, jeder US-Angriff werde eine "angemessene, nicht verhältnismäßige" Antwort nach sich ziehen, die möglicherweise amerikanische Stützpunkte in der Region treffen werde. Die iranische UN-Mission erklärte, sie sei "dialogbereit", werde aber im Falle eines Angriffs "wie nie zuvor reagieren."

In seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump im Jahr 2018 das Atomabkommen mit Iran einseitig aufgekündigt, dass die Entwicklung von Atomwaffen durch Teheran verhindern sollte und 2016 in Kraft getreten war. Das Abkommen war nach jahrelangen Verhandlungen von den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, der EU und Iran im Juli 2015 unterzeichnet worden. 

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