
"Finger am Abzug": Iranische Revolutionsgarde warnt US-Streitkräfte

Angesichts der Verlegung einer US-Flugzeugträgergruppe warnte der Kommandeur der Revolutionsgarde Irans, dass seine Truppen "bereit wie nie zuvor sind und den Finger am Abzug haben".

Nournews, eine Nachrichtenagentur, die dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat Irans nahesteht, berichtete auf ihrem Telegram-Kanal, dass der Kommandant, General Mohammad Pakpour, die Vereinigten Staaten und Israel gewarnt habe, "jede Fehleinschätzung zu vermeiden". "Die Revolutionsgarde und der geliebte Iran sind mehr denn je bereit, den Finger am Abzug zu haben, um die Befehle und Anweisungen des Oberbefehlshabers auszuführen", zitierte Nournews Pakpour.
Die Spannungen zwischen Iran und den USA bleiben hoch, nachdem es am 28. Dezember zu gewaltigen Unruhen im Land kam, die durch den Zusammenbruch der iranischen Währung wegen der westlichen Sanktionen ausgelöst wurden und das Land etwa zwei Wochen lang erschütterten.
US-Präsident Donald Trump hat Teheran wiederholt gewarnt und zwei rote Linien für den Einsatz militärischer Gewalt gezogen: "die Tötung friedlicher Demonstranten" sowie die "Massenhinrichtung" von Personen, die bei den Protesten festgenommen wurden.
Trump hat zuletzt erklärt, Iran habe die Hinrichtung von 800 Personen, die bei den Protesten festgenommen worden waren, ausgesetzt. Er hat keine näheren Angaben zur Quelle dieser Behauptung gemacht. Diese wurde jedoch am Freitag in einer Stellungnahme gegenüber der Justizagentur Mizan vom obersten Staatsanwalt Irans, Mohammad Movahedi, entschieden zurückgewiesen.
Am Donnerstag erklärte Trump an Bord der Air Force One, die USA würden Kriegsschiffe in Richtung Iran entsenden – "nur für den Fall", dass er Maßnahmen ergreifen wolle.
Ein Vertreter der US-Marine, der unter der Bedingung der Anonymität über militärische Bewegungen sprach, sagte am Donnerstag, dass sich der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und die ihm folgenden Kriegsschiffe im Indischen Ozean befänden. Die Spannungen haben mindestens zwei europäische Fluggesellschaften dazu veranlasst, einige Flüge in die Region auszusetzen.
Die iranische Regierung gab am Mittwoch erstmals die Zahl der Todesopfer der jüngsten gewaltigen Proteste bekannt. Sie sprach von 3.117 Toten. Davon seien 2.427 Zivilisten und Sicherheitskräfte gewesen; die übrigen seien als bewaffnete "Terroristen" bezeichnet worden.
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