Nahost

Medien: Mindestens 5.000 Tote bei Protesten in Iran

Laut Reuters sind bei den jüngsten Protesten in Iran mindestens 5.000 Menschen ums Leben gekommen. Darunter sind etwa 500 Sicherheitskräfte. Es wird darauf hingewiesen, dass Israel und "bewaffnete Gruppen im Ausland" die Demonstranten unterstützt haben.
Medien: Mindestens 5.000 Tote bei Protesten in IranQuelle: Gettyimages.ru © Anonymous

Mindestens 5.000 Menschen, darunter 500 Sicherheitskräfte, sind bei den Protesten in Iran ums Leben gekommen, berichtet Reuters unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten iranischen Beamten.

Der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur merkte an, dass die Zahl der Todesopfer wahrscheinlich nicht stark ansteigen werde. Er sagte:

"Die endgültige Zahl der Todesopfer wird voraussichtlich nicht stark ansteigen."

Die Quelle fügte hinzu, dass Israel und "bewaffnete Gruppen im Ausland" die Demonstranten unterstützt hätten, unter anderem durch Lieferungen.

Die Proteste in Iran dauern seit dem 28. Dezember an und wurden durch die Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage im Land ausgelöst. Die genaue Zahl der bei den Protesten verletzten oder getöteten Personen ist derzeit schwer zu ermitteln, da im gesamten Land das Internet und die Mobilfunkverbindungen abgeschaltet wurden.

Gleichzeitig berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Vortag, dass die Internetverbindung in der Republik teilweise wiederhergestellt sei, ohne jedoch zu präzisieren, welche Beschränkungen genau aufgehoben wurden. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete zur gleichen Zeit, dass in Iran auch die SMS-Funktion für Mobilfunknutzer wieder funktioniert.

Nach Angaben des Dienstes NetBlocks, der den Internetverkehr überwacht, liegt die Gesamtzugangsrate weiterhin bei etwa zwei Prozent. Bloomberg stellte fest, dass "es keine Anzeichen für eine signifikante Erholung gibt".

Mehr zum Thema - Steht Chamenei vor "existenzieller Entscheidung"?

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.