Nahost

Im Falle eines Angriffs: Teheran warnt Golfstaaten vor Schlägen auf US-Basen in der Region

Teheran warnt die Nachbarländer vor Angriffen auf US-Basen in der Region, sollte Iran von den USA angegriffen werden. Nach Einschätzung Israels hat US-Präsident Donald Trump zwar beschlossen, zu intervenieren, der Umfang und der Zeitpunkt dieser Maßnahme bleiben jedoch unklar.
Im Falle eines Angriffs: Teheran warnt Golfstaaten vor Schlägen auf US-Basen in der Region

Ein hochrangiger iranischer Beamter teilte am Mittwoch gegenüber Reuters mit, dass Teheran die Verbündeten der USA im Nahen Osten gewarnt habe. Sollte Washington das Land angreifen, werde Iran Schläge gegen US-Stützpunkte auf deren Territorium durchführen. Dies erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump mit einer Intervention zur Unterstützung der Demonstranten und Unruhestifter im Land gedroht hatte.

Nach Einschätzung Israels hat Trump zwar beschlossen, zu intervenieren, der Umfang und der Zeitpunkt dieser Maßnahme sind jedoch unklar, so ein israelischer Beamter. Ein iranischer Beamter, der anonym bleiben wollte, sagte, Teheran habe die Verbündeten der USA in der Region gebeten, "Washington daran zu hindern, Iran anzugreifen".

"Teheran hat den Ländern der Region – von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bis zur Türkei – mitgeteilt, dass die US-Stützpunkte in diesen Ländern angegriffen werden", sollte die USA Iran angreifen. Er fügte hinzu, dass die direkten Kontakte zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff ausgesetzt worden seien, was die zunehmenden Spannungen widerspiegele.

Inzwischen berichtete auch Reuters, dass einigen Mitarbeitern geraten wurde, den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar bis Mittwochabend zu verlassen. Dies teilten drei Diplomaten mit.

Eine zweite israelische Quelle, ein Regierungsbeamter, sagte, das Sicherheitskabinett von Premierminister Benjamin Netanjahu sei am späten Dienstag über die Möglichkeiten eines "Regimesturzes" oder einer US-Intervention in Iran informiert worden – einem Erzfeind, mit dem Israel im vergangenen Jahr einen zwölftägigen Krieg geführt hatte.

Laut iranischen Staatsmedien hat der Leiter des obersten iranischen Sicherheitsgremiums, Ali Laridschani, mit dem katarischen Außenminister gesprochen. Araghtschi hat demnach mit seinen Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei gesprochen. All diese Länder sind Verbündete der USA.

Den Berichten der Staatsmedien nach sagte Araghtschi dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayid, dass "Ruhe eingekehrt sei" und die Iraner entschlossen seien, ihre Souveränität und Sicherheit gegen jede ausländische Einmischung zu verteidigen.

Auf die Frage, was er mit "Hilfe ist unterwegs" meine, antwortete Trump am Dienstag gegenüber Reportern, sie müssten das selbst herausfinden. Trump hat erklärt, dass militärische Maßnahmen zu den Optionen gehören, die er in Betracht zieht, um Iran für sein "hartes Vorgehen" zu bestrafen. Am Montag kündigte er Einfuhrzölle in Höhe von 25 Prozent auf Produkte aus allen Ländern an, die mit Iran – einem wichtigen Ölexporteur – Handel treiben.

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