
UNICEF: Israelische Armee tötete trotz Waffenruhe in Gaza mehr als 100 Kinder

UNICEF-Sprecher James Elder hat am 13. Januar in Genf die jüngste Zusammenfassung aktueller Zahlen zu mutmaßlichen Tötungen von Kindern und Jugendlichen durch die israelische Armee in Gaza präsentiert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen sind dabei in den letzten Monaten mindestens 100 Minderjährige gewaltsam ums Leben gekommen. Dies ist auf IDF-Attacken sowie die inhumanen Lebensbedingungen vor Ort zurückzuführen. Die ernüchternde Bilanz der UNICEF lautet, dass diese Zahl "etwa einem getöteten Mädchen oder Jungen pro Tag entspricht", und das trotz eines vereinbarten Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas.

Ein erstes Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas wurde im Januar des Vorjahres ausgehandelt. Seit dem 10. Oktober 2025 gilt die jüngste Waffenruhe offiziell. Der UNICEF-Sprecher erklärt dazu die andauernden brutalen Lebensrealitäten im Gazastreifen:
"Seit dem Waffenstillstand hat UNICEF Berichte über mindestens 60 getötete Jungen und 40 getötete Mädchen im Gazastreifen registriert. Die Zahl von 100 spiegelt nur Vorfälle wider, zu denen ausreichende Details vorliegen, sodass die tatsächliche Zahl der getöteten palästinensischen Kinder voraussichtlich höher ist. Hunderte Kinder wurden verletzt."
Das Leben in Gaza bleibe "erdrückend", so Elder weiter. "Das Überleben ist weiterhin ungewiss." Die Bombardierungen und Schießereien seitens der IDF-Armee haben zwar während der Waffenruhe bedingt nachgelassen, "aber sie haben nicht aufgehört", berichtet er.
Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen unter der Leitung der Hamas bestätigt die Zahlen und dient als Hauptquelle für die UNICEF-Angaben. Die UN-Organisationen haben die Angaben des Ministeriums stets als verlässlich bezeichnet.
Angesichts der zusätzlichen Belastungen, die sich aus der Jahreszeit ergeben, sagt der UNICEF-Sprecher:
"Um die Hygiene und sanitären Einrichtungen zu verbessern, setzt UNICEF alles ein, von Eseln bis hin zu Bulldozern, und entfernt jeden Monat tausend Tonnen Müll. In Gaza hat es in letzter Zeit geregnet und es war bitterkalt, aber dank der Vorbereitungen, die UNICEF für den Winter getroffen hat, konnten wir fast eine Million Thermodecken und Hunderttausende Winterkleidungssets für Kinder bereitstellen."
Nichtsdestotrotz würden Kinder und Jugendliche, ausgehend von den Alltagsrealitäten in Verbindung mit Mangelernährung, zu Tode kommen. Hierzu lägen jedoch nur Schätzungen und keine genauen Zahlen vor. So seien in diesem Winter "bereits sechs Kinder an Unterkühlung gestorben", erklärt Elder. Tausende Menschen müssen wegen der weitreichenden Zerstörung und andauernden Drohnenangriffe bei eisiger Kälte und Regen unter mehr als inhumanen Lebensbedingungen in Zelten ausharren.
Rund 1,9 Millionen Binnenvertriebene – nahezu die gesamte Bevölkerung – leben dabei größtenteils in provisorischen Zeltlagern. Sturmböen reißen Unterkünfte nieder und sintflutartige Regenfälle verwandeln zuletzt die Lager in Schlammwüsten.
Zudem berichtet der UNICEF-Sprecher über die Verletzungsgefahr für Kinder und Jugendliche durch einstürzende Gebäudeteile bei der Suche nach Feuerholz und über die Gefahren, denen sie bei plötzlichen IDF-Angriffen ausgesetzt sind.
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