Nahost

Iran warnt USA: Atomproblem lässt sich nicht auf militärischem Weg lösen

Außer der Ukraine-Krise will US-Präsident Trump auch das iranische Atomproblem lösen. Der Republikaner will hier ebenfalls auf Druck zurückgreifen und schließt eine militärische Option nicht aus. Die Führung in Teheran warnt in diesem Fall vor katastrophalen Folgen.
Iran warnt USA: Atomproblem lässt sich nicht auf militärischem Weg lösenQuelle: Legion-media.ru © Bildagentur-online / Delete

Während die US-Regierung von Präsident Donald Trump erneut ein Interesse an einem Atomabkommen mit dem Iran signalisiert, hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X an das von den USA einseitig aufgekündigte Atomabkommen (JCPOA) von vor zehn Jahren erinnert. Der Diplomat hob einen wesentlichen Vorteil jener Abmachung hervor: Damals hatte sich das Nahostland verpflichtet, "unter keinen Umständen" Atomwaffen zu entwickeln oder zu erwerben. In diesem Kontext erklärte Araghtschi:

"Zehn Jahre nach der Unterzeichnung des JCPOA – und sieben Jahre nachdem die USA einseitig daraus ausgestiegen sind – gibt es nicht den geringsten Beweis dafür, dass der Iran gegen diese Verpflichtung verstoßen hat."

Dies habe sogar Tulsi Gabbard zugegeben, die jetzige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI). Washington habe vom damaligen Abkommen profitiert, schrieb der Außenminister.

Araghtschi zeigte sich sicher, dass diplomatische Bemühungen auch dieses Mal aufgehen könnten. Gleichzeitig warnte er die USA vor jeglichen Drohungen an die Adresse des Nahostlandes.

"Es muss allen klar sein, dass es per Definition keine 'militärische Option' und schon gar keine 'militärische Lösung' gibt."

In diesem Zusammenhang verwies der Diplomat auf die katastrophalen Folgen der westlichen Einmischungen in die Region. Diese hätten die früheren US-Regierungen mehr als sieben Billionen US-Dollar gekostet.

Zuvor hatten US-Medien über einen Brief von Donald Trump an den Obersten Führer Ali Chamenei berichtet. Der US-Präsident habe der Führung in Teheran zwei Monate Zeit für ein neues Atomabkommen gegeben. Im März sagte der Republikaner, es gebe zwei Wege: einen militärischen und eine Abmachung. Er würde aber eine Abmachung bevorzugen, um dem Iran keinen Schaden zuzufügen.

In der vorigen Woche erklärte Trump in einem Interview für den Fernsehsender NBC, dass die USA den Iran massiv bombardieren könnten, sollte es zu keiner Einigung über das iranische Atomprogramm kommen.

Araghtschi hatte als Irans Chefunterhändler an den internationalen Gesprächen teilgenommen, die im Jahr 2015 zu dem Atomabkommen zwischen den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Iran geführt hatten. Das Abkommen sollte Teheran am Bau von Atombomben hindern. Im Gegenzug wurden Sanktionen gegen das Land gelockert. Unter US-Präsident Trump zogen sich die USA im Jahr 2018 einseitig aus dem Atomabkommen zurück. Der Republikaner ließ damals wieder massive US-Sanktionen gegen Iran in Kraft setzen. Seitdem baut Iran sein Atomprogramm kontinuierlich aus.

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