Nahost

USA bombardieren Infrastrukturen in Syrien – Pentagon: Vergeltungsschlag gegen proiranische Milizen

Auf Geheiß des Präsidenten Biden hat das US-Militär Infrastrukturen in der syrischen Stadt Deir ez-Zor bombardiert. Es handelte sich bei dem Angriff laut Darstellung des Pentagon um einen "Gegenschlag" für einen Angriff proiranischer Milizen auf die US-Basis al-Tanf in Syrien.
USA bombardieren Infrastrukturen in Syrien – Pentagon: Vergeltungsschlag gegen proiranische MilizenQuelle: AFP © Petras Malukas

Die US-Armee hat am Dienstag nach eigenen Angaben in der syrischen Stadt Deir ez-Zor einen Luftangriff auf Infrastruktureinrichtungen verübt, die mutmaßlich mit der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) in Verbindung stehen. 

Es handelte sich bei den Attacken laut Pentagon um einen "Gegenschlag" für einen Angriff vom 15. August. An dem Tag war der von den US-Besatzungstruppen betriebene Stützpunkt al-Tanf in Südost-Syrien von mehreren Drohnen angegriffen worden – mutmaßlich durch vom Iran gelenkte Milizen in der Region. Der israelische Rundfunk Kan behauptete seinerzeit, dass die Drohnenangriffe auf die US-Basis eine Reaktion auf die Luftangriffe in Syrien Anfang August gewesen seien, die Israel zugeschrieben wurden.

Der nun im Gegenzug verübte Luftschlag der US-Armee erfolgte offenbar auf Anweisung von US-Präsident Joe Biden. In der Erklärung zum US-Angriff vom Dienstag wurde nicht erwähnt, ob es Opfer gab. Die Iranische Revolutionsgarde hat sich bislang nicht zum Vorfall geäußert. Am Dienstag bestätigten die iranischen Staatsmedien, dass ein IRGC-General in Syrien getötet wurde. "General Abolfazl Alijani, ein Mitglied der IRGC-Bodentruppen, der als Militärberater in Syrien im Einsatz war, wurde am Sonntag getötet", hieß es in iranischen Medien. 

Der Luftschlag erfolgte wenige Tage, nachdem die USA bekannt gegeben hatten, dass Iran seine Forderung nach einer Streichung der IRGC von der Schwarzen Liste der USA - für die Rückkehr zu seinen Verpflichtungen des Atomdeals - aufgegeben hat.

Die Provinz Deir ez-Zor grenzt im Osten an den Irak und erstreckt sich bis weit in den Norden Syriens. Sie ist daher von strategischer Bedeutung und birgt zudem Ölvorkommen. Von Iran unterstützte Milizen sowie die syrische Armee kontrollieren das Gebiet und waren bei früheren Angriffen häufig das Ziel israelischer Kampfflugzeuge.

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