Nahost

Nach Hisbollah-Drohung: Israel stationiert Abwehrsysteme in Tel Aviv und Haifa

Die israelische Armee soll Abwehrsysteme in Tel Aviv und Haifa stationiert haben, nachdem der Generalsekretär der Hisbollah gewarnt hatte, dass die libanesische Bewegung keine Angst vor einem neuen Krieg mit Israel habe.
Nach Hisbollah-Drohung: Israel stationiert Abwehrsysteme in Tel Aviv und HaifaQuelle: AFP © Jalaa Marey

Berichten zufolge hat die israelische Armee Abwehrsysteme in Tel Aviv und Haifa stationiert, nachdem Hassan Nasrallah, der Generalsekretär der libanesischen Widerstandsbewegung Hisbollah, gewarnt hatte, dass Libanon "keine Angst vor Krieg" mit Israel habe.

Der Hisbollah-Chef drohte letzte Woche Israel mit Angriffen, um die illegale Förderung von Gas in von Libanon beanspruchten Seegebieten zu verhindern. Die Hisbollah sei in der Lage, die Ausbeutung des Gasfeldes "Karisch" durch Israel abzuwenden, sagte Nasrallah in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

Diese Äußerungen von Nasrallah erfolgten, nachdem ein von einem griechischen Unternehmen betriebenes Bohrschiff in die Hoheitsgewässer des Libanon eingelaufen war, um Gasvorkommen für Israel im umstrittenen "Karisch-Gasfeld" auszubeuten.

Laut einem am 11. Juni von der libanesischen Zeitung al-Akhbar veröffentlichten Bericht wurde das israelische Militär unmittelbar nach Nasrallahs Rede in Alarmbereitschaft versetzt, um einem möglichen Überraschungsangriff entgegenzuwirken.

Das israelische Militär veröffentlichte am 5. Juni zudem einen Bericht, wo es erklärte, Israel bereite sich auf einen möglichen Hisbollah-Angriff auf die Gas-Bohranlagen im Mittelmeer vor und plane, Seestreitkräfte an dieser Stelle einzusetzen, einschließlich einer für die Marine angepassten Form des Iron Dome-Raketensystems.

Der Libanon und Israel streiten über ihre Seegrenze und darum, wem welche Anteile aus den Gasvorkommen zustehen. Die EU hat im Zuge des Ukraine-Krieges Interesse an den israelischen Reserven gezeigt, selbst wenn die libanesische Souveränität über ihre Hoheitsgewässer dafür aufs Spiel gesetzt würde.

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