Nahost

Saudische Comedy-Show verspottet US-Präsident Biden als senilen Staatsmann

Die Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien erreichten kürzlich einen Tiefpunkt, nachdem der saudische Kronprinz bin Salman ein Telefonat mit US-Präsident Biden verweigert hatte. Nun tauchte ein Sketch des saudischen Senders "MBC" in den sozialen Medien auf, in dem Biden als schwankender und vergesslicher Staatsmann dargestellt wird.
Saudische Comedy-Show verspottet US-Präsident Biden als senilen StaatsmannQuelle: RT © Screenshot - Twitter

US-Präsident Joe Biden wurde diese Woche in einer Comedy-Show des saudischen Fernsehsenders Middle East Broadcasting Center (MBC) zur Zielscheibe des Spotts. Der mittlerweile auf Twitter veröffentlichte Sketch stellt Biden als einen schwankenden und vergesslichen Politiker dar, der mitten in einer Rede einschläft. Das Video ging viral, nachdem es am Montag in den sozialen Medien aufgetaucht war. 

Darin treten zwei Personen, die in die Rollen von Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris schlüpfen, vor ein Podium. Zu Beginn des Sketches sagt Biden, er werde "über die Krise in Spanien sprechen", woraufhin Harris ihm etwas ins Ohr flüstert. Dann sagt Biden, er werde über die Krise in Afrika sprechen, was zu einer weiteren Korrektur von Harris führt, bevor er schließlich sagt: "Ja, Russland, ja, Russland."

"Ich möchte über den Präsidenten von Russland sprechen, Putin, ja, Putin. Putin, hör mir zu, ich habe eine sehr wichtige Botschaft für dich. Die Botschaft ist ...", sagt Biden, bevor er vor den Journalisten im Stehen einschläft.

Nachdem er von Harris wachgerüttelt wurde, verwechselt Biden Putin mit dem Präsidenten von China. Dann bezeichnet Biden Harris fälschlicherweise als "First Lady", bevor er erneut einschläft.

Ein Ausschnitt des Sketches wurde vom Journalisten Asaad Sam Hanna auf Twitter gepostet. "Zum ersten Mal sehe ich, wie das saudische Fernsehen die US-Regierung verspottet", twitterte Hanna.

Das Verhältnis zwischen den USA und Saudi-Arabien ist seit Bidens Amtsantritt angespannt. Die Beziehungen zu den USA erreichten einen Tiefpunkt, nachdem sich Kronprinz Mohammad bin Salman vor Kurzem geweigert hatte, mit US-Präsident Biden zu telefonieren. Die Saudis haben bereits signalisiert, dass sich ihre Beziehungen zu Washington unter der Biden-Regierung verschlechtert haben, wobei sie mehr Unterstützung für ihre Intervention im Jemen-Konflikt von den USA erwarten. Die Ansarullah-Bewegung (Huthis) im Jemen hat seit einiger Zeit ihre Vergeltungsangriffe auf Ölfördereinrichtungen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten intensiviert. 

Die USA hatten bereits vergeblich von den arabischen OPEC-Ländern gefordert, die Ölproduktion angesichts des Ukraine-Krieges zu erhöhen. Bislang sind die Emirate und Saudi-Arabien der Bitte nicht nachgekommen.

Mehr zum Thema - Massive Angriffe auf Aramco: Huthis torpedieren Versuche des Westens zur Umsetzung des Ölembargos

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