Nahost

Vorsitzender des neuen jemenitischen Präsidialrats verspricht Ende des Krieges durch Friedensprozess

Der neue jemenitische Ratspräsident hat in seiner ersten Fernsehansprache erklärt, dass er den seit sieben Jahren andauernden Krieg im Jemen durch einen Friedensprozess einstellen werde. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman will längst den blutigen Jemen-Krieg gesichtswahrend beenden und damit den massiven Huthi-Angriffen auf saudische Ziele ein Ende setzen.
Vorsitzender des neuen jemenitischen Präsidialrats verspricht Ende des Krieges durch FriedensprozessQuelle: AFP © SPA

Der Vorsitzende des neuen Präsidialrates im Jemen, Raschad al-Alimi, erklärte in seiner ersten öffentlichen Rede am Freitag, er werde den siebenjährigen Krieg durch einen Friedensprozess beenden. "Der Präsidialrat verspricht dem Volk, den Krieg zu beenden und Frieden durch einen umfassenden Friedensprozess zu erreichen", sagte Al-Alimi in der Fernsehansprache.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman empfing Al-Alimi am Donnerstag in Riad, nachdem der seit Jahren in Saudi-Arabien lebende jemenitische "Präsident" Abed Rabbo Mansur Hadi sich selbst entmachtet und seine Führung an einen Präsidialrat übergeben hatte. Bin Salman erklärte, der Jemen könne mit Al-Alimi ein "neues Kapitel" beginnen. 

"Die wahre Legitimität im Jemen liegt bei denen, die die Unabhängigkeit des Landes verteidigen, und der Präsidialrat ist eine Verlängerung der Besatzung und hat keinerlei Legitimitätsbasis",

erklärte indes die Ansarullah-Bewegung (Huthi) als erste Reaktion auf Hadis Rücktritt und bezüglich der Einsetzung des Präsidialrates in Riad.

Die jemenitische Nation nehme die Gespräche, die von illegalen Parteien gesponsert werden, nicht ernst. Die einzige Option für die von Saudi-Arabien geführte Koalition zur Förderung des Friedens bestehe darin, die Angriffe auf Jemen einzustellen, ihre Belagerung aufzuheben und ihre Streitkräfte abzuziehen, sagte der Ansarullah-Sprecher, Mohammed Abdulsalam, am Freitag. 

Abdulsalam reagierte auf die Bildung des Präsidialrates, indem er diesen Schritt als "Farce" bezeichnete, und als "verzweifelten Versuch, die Reihen der Söldner neu zu strukturieren, um sie zu einer weiteren Eskalation zu drängen."

Der von Saudi-Arabien initiierte Schritt zur Bildung des neuen Präsidialrates zielt darauf ab, dass die arabische Kriegskoalition die Verhandlungen mit den Huthis zur Beilegung des Konflikts im Jemen erneut aufnimmt. Die Frage ist, ob der Rat in der Lage sein wird, die innere Spaltung vorerst beiseite zu legen. Die Zusammensetzung des neuen Rates lässt bereits erahnen, dass neue Konflikte im Raum stehen. Zumal zwischen einigen der Akteure, die nun dort zusammengekommen sind, erbitterte Feindschaft herrscht.

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